2. Bundesliga

Lauterns Philipp Hercher zum Aufstieg: "Bekomme immer noch Gänsehaut"

Christian Naß
Philipp Hercher und Muhammed Kiprit feiern den Aufstieg in die 2. Liga
Philipp Hercher und Muhammed Kiprit feiern den Aufstieg in die 2. Liga / Ronny Hartmann/GettyImages
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Nach vier Jahren in den Tiefen der 3. Liga ist der 1. FC Kaiserslautern zurück in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands. Nach dem erfolgreichen Aufstieg in der Relegation sprach Torschütze Philipp Hercher in einem Interview mit dem DFB über den Saisonendspurt und blickt voraus auf die neue Saison.


Nach einem 0:0 im Hinspiel der Relegation gegen Dynamo Dresden konnte der FCK in der zweiten Halbzeit des Rückspiels in Führung gehen. Für Hercher war es "ein geiles Gefühl. Das Tor hat uns noch einmal enorm gepusht und war ein noch größerer Ansporn, uns in jeden Ball zu werfen", schildert der Außenbahnspieler. "Und dann gelingt mir in der Schlussphase auch noch der Treffer zum Endstand. Das war das vermutlich wichtigste Tor meiner Karriere. Ich bekomme noch immer Gänsehaut, wenn ich daran denke", schwärmt der 26-Jährige.

Was danach folgte, hat Hercher bislang noch nicht verarbeiten können. "Das wird vermutlich auch noch ein paar Tage dauern. Der Aufstieg ist schwer in Worte zu fassen. Wir haben eine ganze Region glücklich gemacht", weiß der Mittelfeldspieler um den Stellenwert des Aufstiegs.

Zum Spiel nach Dresden nutzte die Mannschaft das Flugzeug. Zurück nach Kaiserslautern ging es anschließend mit dem Bus. Für Hercher war es die schönste Rückfahrt seiner Karriere. "Nach Abpfiff haben wir erst mit unseren Fans im Stadion gefeiert, anschließend ging es in der Kabine weiter. So gegen 1 Uhr saßen wir im Bus", erzählt der Rechtsfuß. "Unterwegs haben wir dann zwei- oder dreimal an einer Tankstelle einen Zwischenstopp eingelegt und für Nachschub gesorgt. Es muss etwa 8 oder 9 Uhr gewesen sein, als wir wieder zurück in Kaiserslautern waren."

Herchers Dank gilt auch Marco Antwerpen

Bei aller Freude über den erfolgreichen Aufstieg, wollte Hercher jedoch nicht vergessen, sich bei seinem ehemaligen Trainer Marco Antwerpen zu bedanken. Dieser war kurz vor den Relegationsspielen nach einer Niederlagenserie von drei Spielen durch Dirk Schuster ersetzt worden.

"Man hat Dirk Schuster einfach angemerkt, dass er schon mit dem SV Darmstadt 98 eine dramatische Relegation erlebt hatte. Er hat uns sehr gut auf den Gegner eingestellt und taktisch ein, zwei Dinge leicht geändert. Das ist voll aufgegangen", freut sich Hercher. "Unser Dank gilt aber genauso unserem vorherigen Cheftrainer Marco Antwerpen und seinem Assistenten Frank Döpper. Mit den beiden an der Linie hatten wir uns schließlich während der gesamten Saison in diese Ausgangslage gebracht."

Hercher ist sich sicher, dass die "2. Bundesliga einfach eine rundum geile Sache wird". Der Mittelfeldakteur freut sich darauf, sich "mit vielen großen Vereinen messen zu dürfen". Um in der 2. Liga eine gute Rolle spielen zu können, will Hercher "weiterhin ans Limit gehen, um der Mannschaft zu helfen". Das wichtigste für den 26-Jährigen ist jedoch, dass er "gesund bleibt". Außerdem will er "mit dem Team Spaß haben und die fantastischen Fans begeistern".


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