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AC Milan an Skhiri dran - Last-Minute-Abgang vom Effzeh-Star?

Jan Kupitz
Ellyes Skhiri soll sich im Milan-Visier befinden
Ellyes Skhiri soll sich im Milan-Visier befinden / Karina Hessland/Getty Images
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Geht er oder bleibt er? Das ist aktuell die große Frage, die sich beim 1. FC Köln um Ellyes Skhiri dreht. Nun soll mit der AC Mailand der nächste große Klub an den Diensten des Tunesiers interessiert sein.


Nach den Abgängen von Sebastiaan Bornauw und Ismail Jakobs besteht beim Effzeh nicht mehr die ganz große Not, einen Star in den letzten Tagen des Transferperiode zu verkaufen. Unverkäuflich, das ist in diesen Zeit klar, ist aber auch niemand, weshalb die Wechselgerüchte um Ellyes Skhiri nicht abreißen.

Besonders in Italien soll sich der 26-Jährige einer großen Beliebtheit erfreuen. Nach der Roma und AC Florenz soll mit der AC Mailand nun sogar ein Champions-League-Klub auf Skhiri aufmerksam geworden sein - behauptet jedenfalls die Bild. Demnach sollen sich die Rossoneri bereits mit seinem Berater Fali Ramadani getroffen haben. Ein Angebot liege dem Effzeh aber noch nicht vor.

Dabei dürfte es wohl auch bleiben; zumindest, was Milan betrifft. Denn es gibt drei wichtige Argumente, die aus Sicht der Rossoneri gegen eine Verpflichtung des Köln-Stars sprechen:

1) Milan ist auf Skhiris Position im zentralen Mittelfeld bereits sehr gut besetzt: Franck Kessie, Ismael Bennacer und Sandro Tonali gehören zum Besten, was die Serie A zu bieten hat. Es wird lediglich ein vierter Mann gesucht - in Unkosten will Milan sich dafür nicht schmeißen.

Die 15 Millionen Euro, die die Bild als Ablöse nennt, werden die Rossoneri auf keinen Fall für einen Ergänzungsspieler in die Hand nehmen. Dafür gibt es in der Offensive deutlich dringenderen Handlungsbedarf, als dass die Ressourcen für das zentrale Mittelfeld verbraucht werden. Bei Florian Grillitisch, ebenfalls im Milan-Visier, war ein hoher einstelliger Millionenbetrag das höchste der Gefühle. Das wäre auch bei Skhiri nicht anders.

2) Der Grund, warum Milan einen vierten Mann für die Zentrale sucht - obwohl sie dort schon so gut besetzt sind -, liegt neben der Champions-League-Belastung auch im Afrika Cup begründet. Von Januar bis Februar 2022 findet das afrikanische Kontinentalturnier statt, Kessie und Bennacer werden den Rossoneri einige Wochen fehlen. Deshalb muss Ersatz her. Und zwar einer, der nicht am Afrika Cup teilnimmt. Sonst wäre das Ganze ja ziemlich dämlich. Doch Skhiri ist: richtig, Tunesier. Und würde somit auch am Afrika Cup teilnehmen und als Dritter im Bunde fehlen. Nicht sehr logisch, oder?

3) Laut englischen und italienischen Medien steht Milan, nachdem man sich über einen Grillitsch-Transfer nicht einig wurde, mittlerweile unmittelbar vor einer Verpflichtung von Tiemoue Bakayoko. Der Franzose soll vom FC Chelsea ausgeliehen werden - er wird mit großer Wahrscheinlichkeit der vierte Mann für's Mittelfeld. Skhiri wäre demnach maximal die Notlösung. Und dann auch noch eine ziemlich unwahrscheinliche, wie man sieht.

Tiemoue Bakayoko
Tiemoue Bakayoko kehrt sehr wahrscheinlich zu Milan zurück / Nicolò Campo/Getty Images

Dass Skhiri den Effzeh in den letzten Tagen der Transferperiode noch verlässt, kann gut sein. Vorausgesetzt, es kommt ein werthaltiges Angebot um die Ecke. "Bei Skhiri ist die Situation aktuell vollkommen offen. Es würde uns sportlich schwächen, wenn er geht. Aber die finanziellen Eckdaten sind bekannt, wir würden seinen Abgang intern kompensieren", bestätigte Manager Jorg Jakobs der Bild.

Nach Mailand wird sein Weg aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht führen!

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