1. FC Köln

Andersson geht's besser, aber: "Garantieren kann ich nichts!"

Jan Kupitz
Wie fit ist Sebastian Andersson?
Wie fit ist Sebastian Andersson? / Pool/Getty Images
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Vor der neuen Saison ranken sich beim 1. FC Köln vor allem Fragezeichen rund um die Gesundheit von Sebastian Andersson. Der Schwede hat leise Hoffnungen auf Besserung - will und kann jedoch für nichts garantieren.


Stolze 6,5 Millionen Euro hatte sich der Effzeh die Dienste des Angreifers im vergangenen Sommer kosten lassen. Seine erste Saison in der Domstadt stand jedoch vor allem unter dem Schatten hartnäckiger Knieprobleme, die ihn nahezu die gesamte Zeit über plagten.

Letztlich kam Andersson nur 16-mal in der Bundesliga zum Einsatz, gerade einmal drei Tore gelangen ihm. Immerhin konnte er in der Relegation gegen Holstein Kiel etwas zurückzahlen und mit einem Doppelpack zum Klassenerhalt beitragen.

"Ich habe eine schwere Zeit hinter mir"

Die Qualitäten des 29-Jährigen sind prinzipiell unbestritten, doch der Körper muss natürlich auch mitspielen. "Ich konnte in der vergangenen Saison nie 90 oder 100 Prozent geben", gestand Andersson im Interview mit dem kicker. "Ich habe eine schwere Zeit hinter mir, vor allem mental." Zwar gehörten Verletzungen zum Sport dazu, führte Andersson aus, das "macht es aber nicht einfacher, sie zu ertragen, wenn es dich dann erwischt - insbesondere, wenn es nach einem Wechsel zu einem neuen Klub passiert. Du willst ja spielen, du willst dich beweisen. Das ging nicht."

In der Sommerpause habe der Schwede vor allem am Muskelaufbau gearbeitet, da er sein Bein in der abgelaufenen Saison "geschont und weniger trainiert habe" - dadurch habe er "viel Kraft und Muskeln im rechten Bein verloren". Durch die gestärkte Muskulatur hoffe er, das Knie besser entlasten zu können. Das erste Gefühl sei positiv: "Ich hoffe, dass das Knie nun besser ist - und ich fühle, dass es besser ist."

Sebastian Andersson
Sebastian Andersson sorgte 20/21 für einige Sorgenfalten beim Effzeh / Lars Baron/Getty Images

Doch Andersson, der beim Effzeh noch einen Vertrag bis 2023 besitzt, fügte auch hinzu: "Garantieren kann ich nichts. Aber ich bin sehr zuversichtlich. Die vergangene Saison war natürlich sehr schwierig. Ich habe mich oft gefragt, was los ist, warum es nicht besser wurde. Das Knie fühlt sich aber jetzt so gut wie schon lange nicht mehr an. Aber ich kann nicht zu 100 Prozent versprechen, dass es wieder wie früher sein wird."

Ein vorzeitiges Karriereende, wie zwischenzeitlich mal gemunkelt wurde, drohe ihm aber nicht: "Nein, und ich habe auch nie gehört, dass jemand zu mir gesagt hat, dass ich meine Karriere beenden muss." Um auf Nummer sicher zu gehen, absolvierte Andersson zum Trainingsauftakt erst einmal individuelle Einheiten - übereilen will man beim Schweden in dieser Saison nichts.

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