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FC Bayern stellt Sané vor - Rummenigge äußert sich zum Alaba-Poker

Leroy Sane
Leroy Sané soll die Bayern verstärken | Alexander Hassenstein/Getty Images

Der FC Bayern München nahm sich heute die Zeit, um auf einer anberaumten Pressekonferenz seinen Top-Neuzugang Leroy Sané offiziell vorzustellen. Der amtierende Meister verriet zudem, wie es um die Wechselabsichten der Abschiedskandidaten um David Alaba bestellt ist.

Leroy Sané ist endlich in München angekommen. Nach langen und zähen Verhandlungen mit Manchester City soll der deutsche Nationalspieler den Münchenern mehr Power auf den offensiven Flügeln versprechen. Die Verantwortlichen waren voll des Lobes für den 24-Jährigen - Vergleiche mit den ganz Großen ihres Fachs blieben nicht aus.

Der nervigste war Joshua Kimmich. Er hätte mich am liebsten jeden Tag angerufen und gefragt, wie die Sache steht.

Leroy Sané auf der Vorstellungs-PK

Robben - Ribery - Sané

So nannte Oliver Kahn die Neuverpflichtung in einem Atemzug mit altbekannten Stars der Bayern. "Es ging nach der Ära von Ribéry und Robben wieder darum, erstklassige Spieler zu finden. Spieler, die Unterschiedsspieler sind, wie Leroy Sané", so Kahn vollmundig.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic schlug deutlich moderatere Töne an, wies jedoch auf die Klasse von Sané hin. "Leroy Sané ist ein außergewöhnlicher Außenspieler. Er ist ein Spieler, der genau zum FC Bayern passt, er hat in den engen Räumen super Lösungen, hat Tempo und Zug zum Tor. Er ist mental richtig stark und kann unter Druck richtig gute Leistungen bringen", so Brazzo über Sané.

Der Spieler selbst sieht keine allzu großen Eingewöhnungsprobleme auf ihn zukommen und scheint sich auf die Aufgabe zu freuen - große Ambitionen hat er auf jeden Fall mitgebracht.

Besonders ein Kollege aus der Nationalmannschaft soll ihn ordentlich zum Wechsel nach München gedrängt haben. "Der nervigste war Joshua Kimmich. Er hätte mich am liebsten jeden Tag angerufen und gefragt, wie die Sache steht", so Sané über seinen Kameraden.

Rummenigge erfüllt Flick Sané-Wunsch - So ist der Stand bei Alaba und Co.

Auch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge meldete sich zu Wort. "Ich denke, wir werden viel Freude mit ihm und an ihm haben. Er ist der Spieler, den wir haben wollten. Wir haben dem Trainer diesen Wunsch erfüllt und sind glücklich, dass der Transfer gelungen ist", gibt er sich zufrieden.

In der Personalie David Alaba äußerte Rummenigge, dass nun der Spieler selbst am Zug sei: "Im Prinzip ist es schön, dass er sich vorstellen kann, in München zu bleiben. Es ist kein Geheimnis, dass es bei Verträgen immer ums Geld geht. Wir haben unsere Karten auf den Tisch gelegt, jetzt ist es an David und seinen Agenten, zu handeln."

David Alaba
Der frischgebackene Double-Gewinner Alaba muss sich entscheiden | Alexander Hassenstein/Getty Images

Bei Jerome Boateng und Javi Martinez stehen die Zeichen eher auf Abschied. Deutet man die Aussagen des Bayern-Bosses richtig, dann wird der Rekordmeister auf eine Verlängerung der jeweils bis 2021 laufende Verträge verzichten. "Wir werden sehen, ob die beiden bis zum Ende ihrer Verträge beim FC Bayern bleiben oder etwas anderes machen wollen", so Rummenigge.

Nichts neues gibt es weiter bei Thiago. Rummenigge geht von einem Abschied aus, betonte aber auch, dass es derzeit keine konkreten Angebote gebe. Beim FC Liverpool deutete Jürgen Klopp am Mittwoch nach der Meisterfeier an, dass ein Thiago-Transfer nicht angedacht ist.

Ausschließen wollte Rummenigge auf der PK auch nicht, dass Thiago erst 2021 und dann ablösefrei München verlässt.