Bayern München

Nagelsmann unzufrieden: Bayern-Sechser müssen mehr tun

Jan Kupitz
Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann / Alexander Hassenstein/GettyImages
facebooktwitterreddit

Der FC Bayern München hat in der bisherigen Saison mit ein paar Problemen in der Rückwärtsbewegung zu kämpfen. Bei Julian Nagelsmann stehen nicht nur die Verteidiger, sondern auch die Sechser im Fokus.


Auch wenn der Rekordmeister in der aktuellen Spielzeit sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League mal wieder das Maß aller Dinge ist, so sorgten zuletzt die vielen Gegentreffer für einige Sorgenfalten. Zehn Gegentore waren es in den vergangenen vier Pflichtspielen, nur zweimal behielt Manuel Neuer in den letzten acht Partien eine Weiße Weste.

Im jüngsten Duell mit dem SC Freiburg fingen sich die Münchener ebenfalls einen Treffer, der die Begegnung in den Schlussminuten noch einmal unnötig spannend machte. Julian Nagelsmann, ohnehin perfektionistisch veranlagt, will die Gegentore auf ein Minimum zurückschrauben. Weil er weiß, dass sich solche Nachlässigkeiten insbesondere in der K.o.-Phase der Champions League schnell rächen können.

Als Schwachpunkt hat der 34-Jährige aber nicht nur die individuellen Fehler in der Abwehrkette ausgemacht, sondern auch das ausbaufähige Pressingverhalten der Sechser. "Wir müssen unser Gegenpressing verbessern, brauchen mehr Effektivität", zitiert die Sport Bild Nagelsmann nach dem knappen 2:1-Sieg gegen Freiburg.

Adressaten der Botschaft sollen insbesondere Joshua Kimmich, Leon Goretzka und der eingewechselte Corentin Tolisso sein, die ihren Gegenspielern zu viel Platz im Zentrum ließen. Dadurch fiel zum Beispiel auch der Gegentreffer durch Janik Haberer. Nagelsmann fordert von seinen Stars, dass der Gegner noch aggressiver unter Druck gesetzt wird, um dessen Angriffe im Keim zu ersticken.

Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Oleksandr Tymchyk
Goretzka und Kimmich im Zweikampf / BSR Agency/GettyImages

Vergessen darf man in dieser Thematik allerdings nicht, dass ein Kimmich in dieser Saison in 15 der 18 Pflichtspiele über die vollen 90 Minuten auf dem Feld stand und dementsprechend schon etliche Kilometer abgerissen hat. Zudem kann auch ein Vergleich zur Vorsaison nicht schaden: Damals hatten die Münchener nach elf Spieltagen bereits 17 Gegentreffer kassiert - unter Nagelsmann sind es bislang elf (bei zeitgleich mehr erzielten Toren).

Die Kritik ist durchaus Meckern auf hohem Niveau. Aber nur so gewinnt man bekanntlich auch die großen Titel.

facebooktwitterreddit