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FC Bayern: Rummenigge wehrt sich drastisch gegen Kritik von DFB-Präsident Fritz Keller

Christian Gaul
Thomas Lohnes/Getty Images
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Nachdem DFB-Präsident Fritz Keller öffentliche Kritik am Gebaren der Bundesliga äußerte, kontert Karl-Heinz Rummenigge die Aussagen Kellers nun auf drastische Weise. Im Interview mit sky poltert der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern gegen die DFB-Führung.

Keller hatte gegenüber dem Spiegel gesagt, dass man sehe "wozu es führt, wenn die Neureichen, von denen einige auch in der Bundesliga am Ball sind, mit ihrem Geld herumprotzen. Diese Großkotzigkeit fällt uns allen auf die Füße. Das ist eine Katastrophe für das Image des Fußballs. Wir müssen uns damit befassen, wie es nach der Krise weitergeht. Mit mehr Demut, nah bei den Menschen."

Diese Aussagen wirft Rummenigge nun zurück.

""Vielleicht sollte man sich beim DFB mal einen Besen kaufen, um vor der eigenen Tür zu kehren, das wäre in dem Fall auch angebracht.""

Karl-Heinz Rummenigge

Die scharfe Wortwahl zeigt, wieviel Eskalationspotenzial in der Debatte zu stecken scheint. Während Keller die sehr wohl populistisch wirksame Kritik nun in den nächsten Tagen zu einer neuerlichen Führungsdebatte über seiner Institution auf sich zukommen sehen wird, legt Rummenigge nach.

Gegenseitige Schuldzuweisungen wie im Kindergarten

Denn nach Meinung des Bayern-Bosses soll der DFB in Bezug auf Verfehlungen in der Vorbildfunktion in erster Linie bei sich selbst suchen. "Wenn wir eine Krise in den letzten Jahren hatten, dann war sie beim DFB zu suchen", so Rummenigge weiter.

Bekommt starken Gegenwind - Fritz Keller
Bekommt starken Gegenwind - Fritz Keller / Pool/Getty Images

Es ist davon auszugehen, dass diese Debatte in den nächsten Tagen hohe Wellen schlagen wird. Inwiefern dieses Verhalten jedoch förderlich für den sich ohnehin schon auf dünnem Eis befindlichen Re-Start der Liga ist, hätten sich die werten Herren im Vorfeld besser überlegen sollen.

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