Bayern München

FC Bayern für Rückrunden-Vorbereitung wieder nach Katar

Daniel Holfelder
Die Partnerschaft mit Katar stößt vielen Bayern-Anhängern übel auf.
Die Partnerschaft mit Katar stößt vielen Bayern-Anhängern übel auf. / Visionhaus/GettyImages
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Einem Bericht der Sport Bild zufolge schlägt der FC Bayern sein Winter-Trainingslager erneut in Katar auf. Darüber hinaus zeichnet sich eine Verlängerung der 2023 auslaufenden Partnerschaft mit der staatlichen Fluggesellschaft Qatar Airways ab.


Das Winter-Trainingslager in Katar ist ein Reizthema beim FC Bayern. Seit 2011 reisen die Münchner im Januar in den Wüstenstaat, um sich auf den zweiten Teil der Saison vorzubereiten. Aufgrund der Coronapandemie fiel die Reise in den vergangenen beiden Jahres jedoch aus.

Wie die Sport Bild berichtet, kehrt der Rekordmeister nun an den Persischen Golf zurück. Am 5. Januar 2023 geht es für Manuel Neuer und Co. erneut für mindestens eine Woche ins Trainingslager nach Katar, wo sich die meisten Bayern-Akteure aufgrund der WM schon im November und Dezember aufhalten. Angesichts der optimalen Bedingungen vor Ort soll das Trainerteam, schreibt die Sport Bild, diese Entscheidung begrüßen.

2023 endende Partnerschaft wird wohl verlängert

Darüber hinaus zeichnet sich eine Verlängerung der Partnerschaft mit Sponsor Qatar Airways ab. Die staatliche Fluggesellschaft unterstützt die Bayern seit Juli 2018 mit 25 Millionen Euro pro Jahr, meldet die Sport Bild. Die Kooperation mit dem vorherigen Sponsor Lufthansa soll den Münchnern weniger als ein Zehntel dieser Summe eingebracht haben.

Allerdings möchte kein Verantwortlicher bestätigen, dass die Tendenz dazu geht, die 2023 auslaufende Zusammenarbeit fortzusetzen. Vor der Jahreshauptversammlung am 15. Oktober soll noch keine Entscheidung gefallen sein.

In der Münchner Abendzeitung hatte Präsident Herbert Hainer zuletzt erklärt: "Der Vertrag läuft 2023 aus. Wir haben vereinbart, dass wir nach der WM eine detaillierte Analyse vornehmen werden. Dann werden wir überlegen, wie es weitergeht."

"Das ist ein ganz üblicher Vorgang, bei jedem Sponsorenvertrag prüfen wir gegen Ende, wie es gelaufen ist und wie die Zukunft aussehen könnte", so Hainer weiter.

Die Verbindungen nach Katar sorgen bei den Anhängern schon länger für Kritik. Seit etwa einem Jahr setzt der Klub auf diverse Gesprächsrunden, um einen konstruktiven Dialog über die umstrittene Partnerschaft zu führen. Viele Anhänger wollen mit einem Staat, in dem die Menschenrechte verletzt werden, nicht zusammenarbeiten.


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