FC Bayern reagiert auf WM-Finale - Coman rassistisch beleidigt

Daniel Holfelder
Kingsley Coman
Kingsley Coman / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Deutschland schied in Katar frühzeitig aus, dennoch fand das Finale nicht ohne Bundesliga-Beteiligung statt. Vor allem der FC Bayern war im Lusail Iconic Stadium zahlreich vertreten. Dass das französische Bayern-Quartett um Dayot Upamecano, Kingsley Coman, Benjamin Pavard und Lucas Hernandez hauchdünn an der Titelverteidigung scheiterte, tat dem Stolz bei den Bayern-Bossen keinen Abbruch.


"Mir tut es für unsere französischen Spieler leid. Sie haben sehr starke Leistungen gezeigt", wird etwa Sportvorstand Hasan Salihamdzic auf der Vereins-Homepage zitiert. Oliver Kahn schrieb auf Twitter: "Ein großes Kompliment aber auch an unsere Spieler Dayot Upamecano, Kingsley Coman, Benjamin Pavard und Lucas Hernández vom FC Bayern, die so nah an der Titelverteidigung mit Frankreich gewesen sind."

Der Vorstandsboss weiter: "Nach einem verlorenen Endspiel geht es darum, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Alle Spieler können insgesamt sehr stolz auf ihre Leistungen sein." Am Ende fügte Kahn den Hashtag "Mia san mia“ und seinen legendären Spruch "Weiter, immer weiter“ an.

Ähnliche Worte fand Präsident Herbert Hainer. "Der FC Bayern ist nach dieser WM und diesem packenden Finale aber auch stolz auf Dayot Upamecano, Kingsley Coman, Benjamin Pavard und Lucas Hernández", erklärte der 68-Jährige auf der Vereins-Homepage. "Seit 1982 erreicht immer mindestens ein Spieler des FC Bayern das WM-Finale, das spricht für unseren Club. Wir freuen uns auf die Rückkehr unserer Vizeweltmeister, sie haben ein starkes Turnier gespielt - und 2023 heißt es dann wieder mit neuem Elan ,Allez les Rouges!'"

Coman rassistisch beleidigt

Besonders Kingsley Coman dürfte die Aufmunterung guttun. Der eingewechselte Flügelspieler hatte zwar den 2:2-Ausgleich durch einen überragenden Ballgewinn gegen Lionel Messi eingeleitet. Später wurde Coman aber zur tragischen Figur und scheiterte im Elfmeterschießen an Argentiniens Schlussmann Emiliano Martinez.

Im Netz musste sich der Bayern-Profi die leider schon üblichen rassistischen Beleidigungen gefallen lassen, mit denen nach den Elfmeter-Fehlschüssen im EM-Finale 2021 auch die Engländer Rashford, Sancho und Saka attackiert worden waren. Auf Comans Instagram-Profil entblödeten sich einige Nutzer nicht, Affen-Emojis und andere rassistische Kommentare zu hinterlassen.

Glücklicherweise, schreibt Sport1, bestand die Mehrzahl der Kommentare aber aus aufmunternden Beiträgen.


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