Bayern München

Angesichts neuer Verträge: Hoeneß warnt Bayern vor Überbezahlung

Yannik Möller
Uli Hoeneß
Uli Hoeneß / Andreas Rentz/GettyImages
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Angesichts laufender und kommender Vertragsverhandlungen hat Uli Hoeneß seine Bayern davor gewarnt, Spieler überzubezahlen. Es müssten auch Grenzen gezogen werden.


Der FC Bayern überragt jeden anderen deutschen Fußballverein in seiner Möglichkeit, hohe Gehälter zu zahlen. Alleine deshalb hat der deutsche Rekordmeister den Vorteil eines Liga-Primus, wenn es um neue Verpflichtungen innerhalb Deutschlands geht.

Doch nur weil viel gezahlt werden kann, muss nicht unbedingt viel gezahlt werden. Hinsichtlich dieses Aspekts galt und gilt Uli Hoeneß noch immer als ein Mahner. Schon während seiner langen Amtszeit war der heutige Ehrenpräsident ein Fan von klaren Worten. Auch im Bezug auf Spieler, die mehr Gehalt haben wollten, als möglich oder im Rahmen der vorherrschenden Strukturen.

"Es muss Grenzen geben": Hoeneß betont Bedeutung von solider Finanzierung

Nun mahnt er an, diesen Stil auch zu behalten. In Zeiten, in denen die Münchener bereits Verträge verlängert haben und Gespräche über weitere bereits anstehen, meldet er sich deutlich. "Es muss Grenzen geben. Ich habe auch im Fall David Alaba klar Stellung bezogen. Man muss als Bayern München sagen, wo die Grenze ist, und wenn sie überschritten ist, muss man einfach nein sagen", betonte er im Gespräch mit der Abendzeitung.

Als FCB-Funktionär legte er immer viel Wert auf eine geordnete, nachhaltige Finanzierung. Ein Leichtes sei es "das Geld der Bank auszugeben á la Barcelona", so Hoeneß. "Doch ohne Kredite erfolgreich zu sein, das ist die Kunst. Und das wollen wir weiterhin so halten." Der 70-Jährige agiert zwar als Ehrenpräsident weiter, doch ist er ohne ausführende Funktion. So ist es nach wie vor bemerkenswert, wie häufig er von "wir" und "uns" spricht.

Uli Hoeness
Uli Hoeneß / Alexander Hassenstein/GettyImages

Zu den noch anstehenden Vertragsgesprächen äußerte er sich ziemlich optimistisch. Bei Manuel Neuer sprach er sogar sehr deutlich von einem Rentenvertrag: "Manuel wird sowieso seine Karriere hier beenden. Er ist ein Urgestein des Vereins geworden. Der muss hier seine Karriere beenden. Da gibt es für mich gar keinen Zweifel."

"Gnabry ist in dieser Reihe jetzt der Nächste. Wie ich höre, hat Niklas Süle ein Angebot von uns vorliegen. Das muss er annehmen. Wenn er das nicht tut, dann kann er sich der Verein querstellen, doch dann nützt alles nichts", eröffnete Hoeneß jedoch noch die Option einer ausbleibenden Einigung mit dem Innenverteidiger.


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