Bayern München

Salihamidzic fordert Sané: "Er steht vor einem Jahr der Wahrheit"

Jan Kupitz
Leroy Sané muss 21/22 zünden
Leroy Sané muss 21/22 zünden / Soccrates Images/Getty Images
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Leroy Sané befindet sich in einer entscheidenden Phase seiner Karriere: Beim FC Bayern München erwartet man von ihm in der kommenden Saison den Schritt zum Leistungsträger. Der Druck wächst.


Sechs Tore und zehn Assists in 32 Bundesliga-Einsätzen - das ist die Ausbeute von Leroy Sané in seinem ersten Jahr beim FC Bayern. Eine ordentliche Quote, aber keinesfalls eine überragende. Nach seinem Kreuzbandriss hatte der 45-Millionen-Euro-Mann insbesondere in den ersten Wochen nach seiner Ankunft noch arg zu kämpfen, auf gelegentliche Hochs folgten einige Tiefs.

Vor allem die Körpersprache, auch aktuell während der EM ein brisantes Thema, lässt bei Sané häufig zu wünschen übrig. Die berühmte Mia-san-mia-Mentalität strahlt der 25-Jährige beileibe noch nicht aus.

"Jetzt erwarten wir, dass Sané Leistungsträger wird und die Mannschaft auch trägt."

Salihamidzic zum kicker

"Leroy hatte nach seinem Kreuzbandriss ein Jahr Verletzungspause. In der ersten Saison bei uns hat er sich wieder herangetastet, sein großes Talent und einige gute Spiele gezeigt. Aber jetzt erwarten wir, dass er Leistungsträger wird und die Mannschaft auch trägt", spricht Bayern sSportvorstand Hasan Salihamidzic im kicker Klartext und ergänzt:

"Das Jahr der Stabilisierung ist vorüber. Ich habe großes Vertrauen in ihn, auch wenn er eine andere Art als andere Spieler hat. Er steht allerdings auch vor einem Jahr der Wahrheit." Dafür werde der Ex-Schalker "von uns allen jede Unterstützung erfahren".

Leroy Sane
Packt Sané in der neuen Saison den Durchbruch zum Leistungsträger? / Matthias Hangst/Getty Images

Neben Sané spricht Brazzo aber auch seine Flügelkollegen Serge Gnabry und Kingsley Coman an, die nach der abgelaufenen Saison ebenfalls noch Luft nach oben haben. "Ich wünsche und erwarte, dass sie sich steigern. Und ich bin überzeugt, dass ihnen das gelingt."

Zuletzt lastete das Toreschießen und -vorbereiten vor allem auf den Schultern von Robert Lewandowski und Thomas Müller - als der Pole in der Champions League gegen Paris SG ausfiel, folgte prompt das Aus. "Deshalb müssen die anderen zulegen", fordert Salihamidzic klar.

Brazzo untermauert: "Verrückte Sachen wird es nicht geben"

Bayerns Sportvorstand bespricht zudem das weitere Vorgehen auf dem Transfermarkt, wo mit Dayot Upamecano, Omar Richards und Sven Ulreich bislang drei Neuzugänge feststehen - zwei davon ablösefrei.

"Wir wollen die jetzige Mannschaft erhalten und in den kommenden Jahren verstärken, aber stets im Rahmen unserer Möglichkeiten. Diese immer gültige FC-Bayern-Maxime der wirtschaftlichen Vernunft werden wir beibehalten. Verrückte Sachen wird es nicht geben", untermauert der 44-Jährige. "Wir werden alles daransetzen, den Klub unter den aktuellen Gegebenheiten trotzdem weiterzuentwickeln."

Neben weiteren Neuzugängen stehen auch die Vertragsgespräche mit Coman, Leon Goretzka und Niklas Süle, aber auch Joshua Kimmich im Fokus. Insbesondere beim Franzosen scheint es aktuell einige Differenzen zu geben.

"Spieler und Führung sind gefordert, Kompromisse zu finden, damit wir alle zusammenbleiben und unsere erfolgreiche Arbeit fortsetzen können“, unterstreicht Salihamidzic, der Verkäufe der genannten Spieler nicht ausschließen konnte und wollte, da dies "von den Vertragsverhandlungen" abhänge. Dennoch: "Es wäre schön, wenn es mit allen Spielern weiterginge."

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