Bayern München

FC Bayern muss noch länger auf Hernandez und Pavard verzichten

Simon Zimmermann
Hernandez (l.) und Pavard (r.) fehlen den Bayern wohl noch länger
Hernandez (l.) und Pavard (r.) fehlen den Bayern wohl noch länger / FRANCK FIFE/Getty Images
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Das erste Pflichtspiel unter Julian Nagelsmann ist absolviert. Die Bayern hatten in Gladbach mit dem ein oder anderen Problem zu kämpfen - personell und in der Ausrichtung. Personell wird auch in den kommenden Wochen weiter der Schuh drücken. Vor allem in der Defensive. Lucas Hernandez und Benjamin Pavard fallen wohl noch länger aus.


Bayerns französisches Abwehrduo Lucas Hernandez und Benjamin Pavard konnte beim Bundesliga-Start in Gladbach nur zuschauen. Beide sind aktuell noch verletzt und arbeiten am schnellen Comeback.

All zu zeitig wird das aber offenbar nicht geschehen. Sowohl Hernandez, der sich während der EM einen Einriss im Innenmeniskus zugezogen hatte und operiert werden musste, als auch Pavard, der an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, fehlen dem Rekordmeister wohl noch bis weit in den September hinein.

Hernandez und Pavard erst nach Länderspielpause zurück

Erst am vierten Spieltag, nach der ersten Länderspiel-Unterbrechung, könnte das Duo wieder einsatzfähig sein, berichtet der kicker. Die Bayern treffen dann am Samstagabend (11.9.) im Topspiel auf Nagelsmanns Ex-Klub RB Leipzig.

Für den neuen FCB-Coach und die Mannschaft sind das keine gute Nachrichten. Beide Franzosen sind als feste Größen in der Abwehr eingeplant. Rund einen Monat müssen die Bayern nun noch warten, bevor sich die vermeintliche Bestbesetzung in der Defensive einspielen kann. Gegen Gladbach konnte man deutlich sehen, dass es noch einige Abstimmungsprobleme gibt und Nagelsmann in den kommenden Wochen noch viel taktische Feinarbeit leisten muss.

Die Probleme im Spiel gegen den Ball im Borussia-Park resuliterten zum Großteil aber auch durch viele individuelle und leichte Fehler. "Ein paar Schritte müssen wir noch gehen", gab der FCB-Coach im Nachgang auch unumwunden zu.

Goretzka fühlt sich als zweiter Sechser wohler

Dabei dürfte er nicht nur die Abwehr gemeint haben. Auch an der Positionierung seines Mittelfeldes wird Nagelsmann wohl noch feilen müssen. Vor dem alleinigen Sechser Joshua Kimmich hatte er in Gladbach mit Thomas Müller und Leon Goretzka zwei Achter aufgeboten. Letzterer scheint sich aber eher weiter neben Kimmich zu sehen. "Das ist mein Spiel", meinte Goretzka im Anschluss, nachdem er im Verlauf des Spiels eher aus der tieferen Position heraus agierte.

Goretzka spielt lieber neben Kimmich als vor ihm
Goretzka spielt lieber neben Kimmich als vor ihm / INA FASSBENDER/Getty Images

Gut möglich, dass Nagelsmann hier schnell Anpassungen vornehmen wird, um auch mehr Stabilität und Ballsicherheit ins Bayern-Spiel zu bringen. Trotz all der Probleme muss man angesichts der extrem kurzen Vorbereitungszeit aber auch festhalten, dass der Auftritt in Gladbach läuferisch bereits sehr gut war. In Teilen der Partie konnte der Meister die Fohlen regelrecht einschnüren.

Kein Auftakt nach Maß also, dazu mit einigen personellen Problemen und Systemfragen behaftet. Aber dennoch: einer der Grund für Optimismus liefert. Am Dienstag im Superpokal gegen den BVB steht für den FC Bayern der nächste Härtetest an.

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