Bundesliga

Als Heynckes-Nachfolger: Hoeneß dachte über Streich nach

Nikolas Pfannenmüller
Der FC Bayern München dachte einst über Christian Streich nach.
Der FC Bayern München dachte einst über Christian Streich nach. / Alex Grimm/GettyImages
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Christian Streich, seit beinahe zehn Jahren fest im Sattel als Trainer des SC Freiburg, soll einst in den Überlegungen der Führungsriege des FC Bayern eine prominente Rolle gespielt haben. Vor allem Uli Hoeneß soll eine Verpflichtung des 56-Jährigen ernsthaft in Betracht gezogen haben.


Nach der Entlassung von Carlo Ancelotti im September 2017 war beim FC Bayern München die wichtigste Planstelle des Vereins frei. Der deutsche Rekordmeister handelte, wie er so oft handelte, wenn seine Trainerstelle plötzlich frei wird - und überzeugte den damals 72-jährigen Jupp Heynckes ein letztes Mal als Übungsleiter auszuhelfen.

Kovac oder Streich?

Am Ende der Saison war Bayern Meister, Vize-DFB-Pokalsieger und in der Champions League ins Halbfinale vorgestoßen, doch einen Nachfolger für den Interims-Trainer Heynckes benötigte man trotz durchaus ansehnlicher Resultate. Die Wahl fiel schließlich auf Niko Kovac, der mit Eintracht Frankfurt den Bayern im DFB-Pokalfinale 2018 ein Bein gestellt hatte.

""Den liebe ich. Und ich habe mal eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob das nicht einer für uns wäre""

Uli Hoeneß über Christian Streich

Wie Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Interview mit dem Radiosender Antenne Bayern verriet, hatte er zu dieser Zeit auch Christian Streich für den Trainerposten erwogen. "Den liebe ich. Und ich habe mal eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob das nicht einer für uns wäre", sagte der damalige FCB-Präsident.

Hoeneß hätte sogar nichts dagegen, wenn Freiburg die Meisterschaft gewinnen würde. Warum? "Weil sie mit ihrem Trainer so einen fantastischen Menschen haben, dem ich alles gönnen würde", sagte der 69-Jährige.

Im Januar 2021 hatte bereits die Sport Bild berichtet, dass die Verantwortlichen des FC Bayern damals herausfinden wollten, inwiefern Streich verfügbar sei und wie realistisch ein Wechsel des dienstältesten Bundesligatrainers sei.

Streich war selbst als Kind Anhänger des FC Bayern. Gegenüber Sport1 sagte er 2020, dass er sich nicht schämen würde, das heute zuzugeben. "Ich wollte am Wochenende einfach oft gewinnen als Fan", so der 56-Jährige.

Bei den Bayern ist nach der Einstellung von Julian Nagelsmann gerade keine Planstelle frei und aufgrund des Fünfjahresvertrags des jungen Erfolgstrainers gibt es aktuell keinen Bedarf zu handeln. Streich währenddessen besitzt im Breisgau noch einen Vertrag bis Juni 2022.

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