FC Bayern möchte "Dialog stärken": Mail zur Katar- und JHV-Kritik an die Fans

Der FCB schreibt nach der JHV an die eigenen Fans
Der FCB schreibt nach der JHV an die eigenen Fans / CHRISTOF STACHE/GettyImages
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Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern mündete in einem chaotischen sowie turbulenten Ende. Der große Streitpunkt war, ist und bleibt das umstrittene Katar-Sponsoring. Nun richtete sich der Verein diesbezüglich in einer Mail an die Fans.


Auch wenn die Jahreshauptversammlung als Höhepunkt der Streitigkeiten um das umstrittene Katar-Sponsoring nun fast eine Woche her ist, so bleibt das Thema beim FC Bayern auf der Tagesordnung. Da die JHV in einem chaotischen Ende mitsamt Pfiffen und "Hainer raus!"-Rufen gegen Präsident Herbert Hainer mündete, war abzusehen, dass es noch ein Nachspiel geben wird.

Dieses Nachspiel erfolgt nun in Form einer Mail, die der FCB an die Fans versendet hat. Die klare Intention: Beschwichtigen und Hitze aus der Debatte nehmen. Schließlich kann der Verein an weiterer Unruhe und einer möglichen Spaltung nicht interessiert sein.

"Ohne Frage ist diese Jahreshauptversammlung leider nicht so abgelaufen, wie wir es von unserem FC Bayern gewohnt sind", heißt es darin (zitiert via Sky). Aufgrund der Geschehnisse wolle man aber nicht einfach so zur gewohnten Tagesordnung übergehen. Die Brisanz unter den Teppich zu kehren würde ohnehin nicht funktionieren.

"Dialog stärken": Bayern räumt Fehler ein und verweist auf gestartete Kommunikation mit Kritikern

Nun stehe ein Ziel im Vordergrund: der Klub möchte den "Dialog stärken". Ein seitens der Fans und Mitglieder auch abseits des Katar-Diskurses geforderter Punkt, der gleich als Betreff besagter Mail herhielt. Weiter: "Dabei war uns allen bewusst, dass sich beim Thema Katar einiges aufgestaut hatte. Wir bitten allerdings nochmals um Verständnis, dass wir an diesem Abend nicht über einen Antrag abstimmen konnten, der am Vormittag vom Landgericht aus juristischen Gründen als unzulässig erklärt worden ist."

Man wolle "beim Thema Katar miteinander einen Weg finden", wird im Schreiben beteuert. Wie mögliche Kompromisse oder Zugeständnisse diesbezüglich aussehen könnten, bleibt derweil offen.

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Zur Bayern-JHV gab es eine Menge Kritik / CHRISTOF STACHE/GettyImages

Dennoch sei ein wichtiger erster Schritt bereits unternommen worden: es wurde Kontakt aufgenommen zu jenen, "deren Wortmeldungen nicht mehr berücksichtigt wurden". Außerdem: "Erste Treffen fanden seitdem bereits statt, und weitere wurden für die nächste Zeit vereinbart." Schon nach der JHV wurde kommuniziert, dass sich Hainer beispielsweise bei Michael Ott melden wird. Ott ist ein in der Katar-Debatte prominenter Kritiker.

Zudem entschuldigte sich der Rekordmeister bei allen Fans und Mitgliedern. Auch Fehler wurden eingestanden: "Bei all den Turbulenzen - und wir haben bei diesem Thema sicher nicht alles richtig gemacht - steht unser Klub trotz allen auch in dieser Pandemie insgesamt vorbildlich da." Dabei bezog man sich auf sportliche, wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Aspekte bezogen. "Darauf können wir, könnt Ihr alle, sehr stolz sein", so das Fazit.