Bayern München

"Müssen nicht alles umkrempeln" - Bayern-Coach Julian Nagelsmann über seine Analyse-Erkenntnisse

Simon Zimmermann
Julian Nagelsmann steht unter Druck
Julian Nagelsmann steht unter Druck / Catherine Steenkeste/GettyImages
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Der FC Bayern und Julian Nagelsmann stehen unter Druck. Auf der PK vor dem Duell mit Leverkusen erklärte der FCB-Trainer die Ergebnisse seiner tiefgreifenden Analyse in der Länderspielpause. Und nahm Stellung zur Kritik an Sadio Mané und Joshua Kimmich.


Der FC Bayern eröffnet nach der Länderspielpause den 8. Bundesliga-Spieltag mit einem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Und steht gegen die Werkself gehörig unter Druck. Seit vier Partien wartet der Rerkordmeister auf einen Sieg - zuletzt setzte es eine bittere Pleite in Augsburg.

Alles hinterfragen, wollte Trainer Julian Nagelsmann deshalb in der kurzen Pause. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel am Freitag (20.30 Uhr) wurde er nach den ersten Ergebnissen seiner Situationsanalyse befragt.

"Es sind grundsätzlich keine extrem neuen Erkenntnisse herausgekommen."

Julian Nagelsmann

"Es ist generell wichtig, sich immer wieder zu hinterfragen. Ich habe alle Spiele noch einmal angeguckt und viel analysiert. Es sind viele inhaltliche Dinge herausgekommen, von denen mehr oder wenige viele aber schon bekannt waren", begann Nagelsmann und nannte die Abstände zwischen den Spielern, das Schaffen von Überzahlsituationen, Umschalten nach Ballgewinn, klare Abläufe und klare Regeln als Stichpunkte.

Nagelsmann holte sich Rat von "alten Weggefährten"

Er habe auch viele alte Weggefährten kontaktiert, damit diese einen Blick auf das Bayern-Spiel werfen, um so seinen Horizont zu erweitern, führte Nagelsmann aus. "Ich bin mir sicher, dass wir morgen ein gutes Spiel machen", blieb er selbstbewusst.

"Wir müssen nicht alles umkrempeln. Das ist auch ein Punkt aus der Analyse."

Julian Nagelsmann

Volles Vertrauen in Mané und Kimmich

Äußern musste sich Nagelsmann auch zu dem ein oder anderen Spieler, der zuletzt im Formloch steckte oder öffentlich in der Kritik stand. Sadio Mané auf der einen und Joshua Kimmich auf der anderen Seite wurden natürlich genannt.

Er führe mit jedem Spieler Einzelgespräche versicherte Nagelsmann und zeigte sich sicher, dass Mané bald wieder in Topverfassung komme: "Am Ende muss er den Plan einhalten und das umsetzen, was wir wollen. Die Leistung liegt natürlich auch immer in der Verantwortung des Trainerteams. Ich denke, er wird auch schnell wieder zur Topform finden, da habe ich wenig Zweifel."

Zur Kritik an Kimmich - vornehmlich von Ex-Bayern-Spieler Markus Babel - meinte der FCB-Coach: "Generell finde ich, dass jeder seine Meinung äußern darf, das müssen wir aushalten. Es geht natürlich auch um die Art und Weise und die inhaltliche Thematik. Josh ist ein wichtiger Spieler für mich, Bayern und die Nationalmannschaft und er hat mein volles Vertrauen." Vielmehr braucht es zu diesem Thema auch eigentlich nicht. Kimmich ist und bleibt ein Eckpfeiler im Bayern-Team.


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