FC Bayern: Hainer schlägt Kahn für die DFL-Task-Force vor

Philipp Geiger
FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH-PRESSER-KHAN
FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH-PRESSER-KHAN / CHRISTOF STACHE/Getty Images
facebooktwitterreddit

Die Coronavirus-Pandemie hatte nicht nur die vorübergehende Einstellung des Spielbetriebs in der Bundesliga zur Folge. In den letzten Wochen flammte auch die Diskussion um eine Obergrenze für Spieler- und Beratergehälter wieder auf. DFL-Chef Christian Seifert plädierte kürzlich für die Einführung einer neuen Task Force, die sich unter anderem auch mit diesem Thema und weiteren wichtigen Zukunftsfragen beschäftigen soll. Bayern-Präsident Herbert Hainer würde Oliver Kahn gerne als Mitglied dieser Gruppe sehen.

Durch das Corona-Virus wurde die bedenkliche Entwicklung der letzten Jahre, in denen Ablösesummen sowie Spieler-und Beratergehältern nach oben keine Grenzen gesetzt schienen, jäh gestoppt. Die Pandemie hat offenbar bei vielen Verantwortlichen zu einem Umdenken geführt. Der Ruf nach einer Deckelung der Gehälter wurde in den letzten Wochen zunehmend lauter. Auch DFL-Boss Seifert wünscht sich eine Obergrenze und verwies im Interview mit der FAZ darauf, dass die Kritik am Konstrukt Profifußball zuletzt deutlich zunahm.

""Wir brauchen jetzt auch eine Task Force Zukunft Profifußball""

DFL-Boss Christian Seifert

"Wenn es möglich ist, Managergehälter zu deckeln, dann muss es auch möglich sein, Gehälter von Beratern und Spielern zu deckeln", erklärte der 50-Jährige, der eine neue Task Force ins Leben rufen will. "Wir brauchen jetzt auch eine Task Force 'Zukunft Profifußball', die die Rahmenbedingungen definieren muss, unter denen wir künftig spielen wollen", sagte Seifert. "Im DFL-Präsidium haben wir schon besprochen, dass wir, sobald wir wieder atmen können, diese 'Task Force Zukunft Profifußball' schaffen sollten."

Seit Anfang des Jahres zurück beim FC Bayern: Oliver Kahn
Seit Anfang des Jahres zurück beim FC Bayern: Oliver Kahn / Soccrates Images/Getty Images

Für Bayern-Präsident Hainer ist Kahn prädestiniert für diese Gruppe. "Spontan würde ich sagen, dass Oliver Kahn als derjenige, der in Zukunft die Verantwortung für die FC Bayern München AG trägt, auch der Richtige für diese Gruppe ist", sagte der Hoeneß-Nachfolger im Interview mit dem kicker. Kahn kehrte Anfang des Jahres zum deutschen Rekordmeister zurück und ist seither Mitglied des Vorstandes. Ende 2021 wird der langjährige Bayern-Profi die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge antreten und zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigen.

Hainer sprach sich im Interview auch für eine zeitnahe Fortsetzung der Saison aus. "Wenn wir nicht bald wieder anfangen zu spielen, wird die Bundesliga hinterher nicht mehr so aussehen wie heute", so der 65-Jährige. "Wir müssen deutlich machen, dass sonst der gesamte Fußball wirtschaftlich in größte Probleme gerät, insbesondere kleinere und viele Traditionsvereine."

Die DFL habe ein sehr gutes Hygiene- und Gesundheitskonzept für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs erarbeitet. Der Präsident betonte zudem, dass sich ein Großteil der Fans darauf freuen würde, samstags im TV wieder Fußball schauen zu können.

facebooktwitterreddit