Bayern München

Heikle Personallage für Nagelsmann "sehr reizvoll" - Sorgen um Goretzka

Jan Kupitz
Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Corona-Ausbruch beim FC Bayern - und das so kurz vor dem Rückrunden-Auftakt. Lediglich zehn gesunde Feldspieler aus der Profimannschaft standen Julian Nagelsmann am Mittwoch im Training zur Verfügung, dennoch soll die Partie nach aktuellem Stand wie geplant ausgetragen werden.

"Wir bereiten uns vor und gehen davon aus, dass das Spiel stattfindet", teilte Nagelsmann auf der Pressekonferenz am Donnerstag (via tz) mit. "Es ist eine herausfordernde Situation. Aus Trainersicht ist das trotzdem sehr reizvoll, du musst dir richtig Gedanken machen, umstellen und Spieler auf anderen Positionen ausprobieren. Wir waren im Austausch mit der DFL und haben dargelegt, dass wir wenig Spieler zur Verfügung haben."

Beim Abschlusstraining vor dem Gladbach-Spiel trainierten am Donnerstag daher sieben Campus-Kicker bei der Nagelsmann-Truppe mit: Bright Arrey-Mbi, Lucas Copado, Nico Feldhahn, Taylor Booth, Jamie Lawrence, Paul Wanner, Arjon Ibrahimovic - die beiden letztgenannten wurden sogar extra aus Spanien, wo sie sich mit der U17-Nationalmannschaft aufhielten, eingeflogen.

"Wir haben die Spieler auf die Zulassungsliste gesetzt. Wir haben auch einen Antrag gestellt, um mehr als die drei zugelassenen Amateurspieler gleichzeitig auf dem Rasen zu haben. Die Spieler, die im Training waren, müssen getestet werden", stellte der Bayern-Coach klar, dass die Youngster sehr wahrscheinlich auch im Kader stehen werden.

Nagelsmann gab zudem bekannt, dass Niklas Süle, der das Training am Mittwoch aufgrund von Rückenproblemen verpasst hatte, einsatzbereit ist. Leon Goretzka plagt sich dagegen weiterhin mit Problemen an der Patellasehne herum - er bereitet seinem Trainer durchaus einige Sorgenfalten.

"Schwieriges Thema. Heute war es wieder deutlich schlechter bei ihm. Wir müssen jetzt entscheiden, was wir mit dem Knie machen - ob wir weiterhin konservativ behandeln oder ob man doch mal reinschauen muss", deutete Nagelsmann einen Eingriff an. "Der Verlauf bei ihm ist wellenförmig, es ist mal besser, dann wird es wieder schlechter."

Somit wird es im Zentrum vor allem auf Joshua Kimmich ankommen, der nach zweimonatiger Pause sein Comeback geben wird. "Natürlich ist er glücklich und gut gelaunt. Wir sind alle froh, dass er zurück ist. Er wird morgen spielen. Er hätte auch gespielt, wenn alle zur Verfügung gestanden hätten", so Nagelsmann, der zudem verriet, dass Manuel Neuer am Sonntag oder Montag von den Malediven, wo er derzeit in Quarantäne ist, zurückkehren wird.


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