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Bundesliga

Salihamidzic vs. Zorc: Ruhe ohne Aussprache

Simon Zimmermann
Brazzo will sich nicht mit Zorc aussprechen
Brazzo will sich nicht mit Zorc aussprechen / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Nach dem kurzen Verbal-Schlagabtausch zwischen Hasan Salihamidzic und Michael Zorc haben sich die Gemüter schnell wieder beruhigt. Auf ihren Standpunkt beharren jedoch beide weiterhin. Eine Aussprache gab es entsprechend nicht und wird es vorerst wohl auch nicht geben.


Nach der Länderspielpause und dem ersten Bundesliga-Wochenende ließ Hasan Salihamidzic mit einer Verbal-Attacke gegen den BVB aufhorchen. Bei Sky 90 kritisierte der Bayern-Sportvorstand die vorzeitige Abreise von Marco Reus, obwohl der BVB-Kapitän gegen Leverkusen wieder in der Startelf stehen konnte.

"Das ist nicht meine Sache, aber ich finde das schon verwunderlich, wenn man von der Nationalmannschaft wegfährt und dann ein paar Tage später wieder spielt. Unsere Spieler bleiben und spielen dann trotzdem", ließ Brazzo vom Leder.

Die Antwort von Michael Zorc folgte auf dem Fuß: "Salihamidzic sollte sich zu Themen von Bayern München äußern und zu uns betreffenden Themen seine Klappe halten. Was glaubt er eigentlich, wer er ist?!“, fragte der BVB-Sportdirektor rhetorisch.

Nach vielen ruhigen Monaten im Binnenverhältnis der Erzrivalen rumorte es mal wieder. Ob die öffentliche Fehde zwischen den beiden größten Klubs Deutschlands wiederaufflammt bleibt aber abzuwarten. Vorerst halten beide Seiten die Füße still, auch wenn von Frieden nichts zu spüren ist.

Keine Aussprache zwischen Salihamidzic und Zorc

"Da gab es keine Aussprache, warum auch? Das ist ja meine Meinung und der Standpunkt steht", erklärte Salihamdizic im Rahmen der Pressekonferenz zur Vertragsverlängerung von Leon Goretzka. "Wir werden sicherlich uns wieder die Hand geben, das ist gar kein Problem von meiner Seite", führte er weiter aus.

Am Abend zuvor wurde Zorc vor dem Champions-League-Spiel gegen Besiktas nach dem aktuellen Stand befragt. Er habe für den Moment "alles dazu gesagt und das sollte reichen", meinte Zorc gegenüber DAZN lediglich.

Ganz offensichtlich beharren beide Sportchefs auf ihren Standpunkten. Das Verhältnis zwischen Salihamidzic und Zorc kann man aktuell mindestens als "frostig" bezeichnen. Von den Siedepunkten vergangener Tage ist es dennoch ein großes Stück entfernt. Es scheint, als hätten sich beide Seiten schnell wieder beruhigt...

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