FC Barcelona

Messi kontert Laporta: "Seine Worte waren unangebracht"

Jan Kupitz
Messi und Laporta
Messi und Laporta / Soccrates Images/GettyImages
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Lionel Messi zeigt sich von den Aussagen von Barça-Präsident Joan Laporta verärgert. Eine Rückkehr zum FC Barcelona ist trotzdem sein anvisiertes Ziel für die Zukunft.


Zwei Monate ist es nun her, dass Lionel Messi den FC Barcelona verlassen musste und sich Paris Saint-Germain anschloss. Sportlich läuft es für 'La Pulga' in der französischen Hauptstadt zwar noch nicht so rund wie im Dress der Blaugrana, dennoch teilte der Superstar im Interview mit Sport mit, dass er und seine Familie sich in Paris sehr gut eingelebt haben.

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Messi hat sich in Paris gut eingelebt / SAMEER AL-DOUMY/GettyImages

"Ich bin jetzt ruhiger, habe alles besser verinnerlicht und denke natürlich über alles nach, was ich hier habe und was auf sportlicher und familiärer Ebene auf mich zukommt. Wir genießen auch diese Stadt, die trotz des Wetters wunderschön ist. [...] Wir sind sehr zufrieden", teilte der 34-Jährige mit.

Weniger zufrieden war Messi allerdings mit den Worten von Barça-Präsident Joan Laporta, der Anfang Oktober in einem Interview mitgeteilt hat, dass er gehofft habe, dass der Argentinier umsonst für den FC Barcelona aufgelaufen wäre. "Ich hatte die Hoffnung, dass es einen Stimmungswechsel gibt und er sagt: 'Ich spiele umsonst für euch!'", so das Geständnis des 59-Jährigen, der Messi damit auf die Palme brachte.

"Die Wahrheit ist, dass ich, wie ich bei meiner Abreise erklärt habe, alles getan habe, um zu bleiben, und dass ich zu keinem Zeitpunkt gebeten wurde, umsonst zu spielen. Ich wurde gebeten, mein Gehalt um fünfzig Prozent zu kürzen, und das habe ich ohne Probleme getan. Mein Wunsch und der Wunsch von meiner Familie war es, in Barcelona zu bleiben", stellte Messi klar.

"Niemand hat mich gebeten, für umsonst zu spielen. Ich halte die Worte des Präsidenten für unangebracht. Das tut mir weh, weil ich denke, dass er das nicht sagen muss. [...] Das bringt die Fans zum Nachdenken oder erzeugt eine Art von Zweifeln, von denen ich denke, dass ich sie nicht verdient habe."

Seit seinem Abgang habe er keinen Kontakt mehr zu Laporta gehabt, so der Ausnahmespieler weiter.

Messi will Barça helfen

Trotz Laportas unangebrachten Worte kann Messi sich in der Zukunft eine Rückkehr zum FC Barcelona vorstellen. "Ich habe immer gesagt, dass ich dem Verein gerne in jeder Hinsicht helfen würde, in der ich mich nützlich machen kann und dazu beitragen kann, dass es dem Verein gut geht", bot der Argentinier den Katalanen seine Hilfe an.

"Wenn es die Möglichkeit gibt, würde ich gerne zurückkehren, um meinen Beitrag zu leisten, denn es ist der Verein, den ich liebe, und ich möchte, dass er weiterhin gut ist, weiter wächst und zu den besten der Welt gehört." Die Rolle als Sportdirektor könne er sich zum Beispiel vorstellen.

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Bei seinem Abschied vergoss Messi ein paar Tränen / PAU BARRENA/GettyImages

Messi verriet zudem, dass er sich alle Spiele des FC Barcelona anschaue. "Sie haben einen tollen Kader, sie spielen sehr gut", stellte er eine kühne Hypothese auf. "Sie haben wichtige und sehr gute Spieler wie Gavi. Als Team machen sie ihre Sache gut. Mit der Rückkehr von Kun [Agüero] und [Ousmane] Dembélé, wenn er gut zurückkommt, werden sie eine große Hilfe für die Mannschaft sein."

Vor allem zu Agüero, Sergio Busquets und Jordi Alba pflege er einen engen Kontakt. "Wenn ich mir die Spiele ansehe, bekomme ich Lust... oder ich erinnere mich an die Spiele im Camp Nou, an die Leute ..... Ich erlebe ein bisschen von dem, wie es war", schwelgte er in tollen Erinnerungen.

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