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FC Barcelona

FC Barcelona: Kein Edinson Cavani, kein João Félix - dafür der zweite Anlauf bei Cédric Bakambu!

Guido Müller
Stand schon einmal kurz vor einem Transfer zum FC Barcelona: Cedric Bakambu
Stand schon einmal kurz vor einem Transfer zum FC Barcelona: Cedric Bakambu / Quality Sport Images/Getty Images
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Allerorten herrscht bei den Klubs am heutigen Deadline-Day hektische Betriebsamkeit. Auch beim FC Barcelona. Der wollte seinen Angriff eigentlich mit Edinson Cavani von Manchester United verstärken, doch spanischen Berichten zufolge wird aus diesem Deal nichts werden. Als Plan B haben die Katalanen nun Cédric Bakambu im Visier.


Obwohl der 34-jährige Uruguayer kurz nach der etwas überraschenden Verpflichtung von Rückkehrer Cristiano Ronaldo dem spanischen Giganten angeboten worden sein soll, gibt es offenbar doch einige unüberwindbare Hürden.

Edinson Cavani
Sein Transfer ist für die Blaugrana nicht zu stemmen: Edinson Cavani / Chris Brunskill/Fantasista/Getty Images

Zum einen wäre da natürlich das extrem hohe Gehalt des Stürmers (etwa 18 Millionen Euro brutto jährlich) zu nennen, das sich der hoch verschuldete FC Barcelona schlichtweg nicht leisten kann. Und auch Manchester United selbst ist, trotz des CR7-Deals, anscheinend nicht bereit, den Südamerikaner abzugeben.

Infolgedessen hat der spanische Pokalsieger nun, einem Bericht der as zufolge, eine alte Fährte wieder neu aufgenommen. Quasi der Plan B zu Cavani. Und der heißt Cédric Bakambu.

Bakambu seit Jahren im Visier der Katalanen

Der 30-jährige Kongolese steht schon seit Längerem auf dem Zettel der Verantwortlichen im Nou Camp. Zwischen 2015 und 2018 spielte er ja praktisch vor der Haustür der Katalanen - nämlich beim FC Villarreal, etwa 250 Kilometer von der Mittelmeermetropole entfernt.

Cedric Bakambu
Mit seinen Toren wurde Bakambu zum Liebling der Villarreal-Fans / Quality Sport Images/Getty Images

Dort machte der wuchtige Stürmer mit sehr guten Werten auf sich aufmerksam. In 105 Pflichtspielen für das "Gelbe U-Boot" gelangen ihm starke 47 Treffer. Auch der FC Barcelona bekam Bakambus Treffsicherheit zu spüren.

Nach drei Jahren an der Ostküste Spaniens folgte Bakambu dann zunächst dem (vor allem finanziellen) Lockruf der chinesischen Liga. Beijung Guoan legte im Januar 2018 40 Millionen Euro für ihn auf den Tisch. Offiziell zumindest.

Denn aufgrund einer erst kurz zuvor eingeführten Transfersteuer bezahlte der chinesische Hauptstadtklub letzten Endes satte 74 Millionen Euro für den Afrikaner. Immerhin bekamen sie einen sportlichen Gegenwert dafür.

Denn das Toreschießen hat Bakambu auch im Reich der Mitte nicht verlernt. In bislang 87 Pflichtspielen für Beijing Guoan gelangen ihm 58 Treffer (sowie 21 Assists).

Diese positive Entwicklung blieb natürlich auch den Verantwortlichen des FC Barcelona nicht verborgen, die im Winter 2020 einen neuen Anlauf starteten, um den Angreifer unter Vertrag zu nehmen.

Tatsächlich befand sich Bakambu im Januar jenes Jahres schon auf dem Luftweg nach Barcelona, als er während eines Zwischenstopps in Hong Kong erfuhr, dass der Deal doch noch geplatzt war. Jetzt also, mit gut eineinhalb Jahren Verspätung, könnte es doch noch zu einem Transfer kommen.

Leihe von Atléticos Rekordtransfer vom Tisch

Vom Tisch hingegen scheint eine vom FC Barcelona angedachte Leihe des Portugiesen João Félix von Atlético Madrid. Aufgrund seiner guten persönlichen Beziehung zum Berater des Spielers, Jorge Mendes, hatte sich Barcelonas Klub-Chef Joan Laporta in dieser Personalie eine kleine Chance auf ein Leihgeschäft erhofft.

Joao Felix
Atlético plant nicht, João Félix abzugeben / Soccrates Images/Getty Images

Doch mittlerweile sollen die Verantwortlichen der Rojiblancos dieses Ansinnen abgewiesen haben. Der Portugiese, für den die Madrilenen vor zwei Jahren die klubinterne Rekordablöse von 127 Millionen Euro an Benfica überwiesen haben, gilt weiterhin als unantastbar.

Daran konnten auch die bislang eher mageren zwei Jahre im Wanda Metropolitano nichts ändern. Zumal eine positive Entwicklung durchaus erkennbar ist: in seiner Debütsaison in Madrid gelangen ihm in 36 wettbewerbsübergreifenden Spielen 12 direkte Torbeteiligungen (9 Tore, 3 Vorlagen).

Diese Bilanz verbesserte der 21-Jährige in der folgenden Spielzeit (16 Torbeteiligungen in 40 Spielen). Vor allem in der Liga konnte er sein Input von sieben auf 13 Scorerpunkte fast verdoppeln und hatte somit einen nicht unbedeutenden Anteil am Gewinn der 11. Meisterschaft des Klubs aus dem Süden Madrids.

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