FC Augsburg

Augsburg-Boss wettert gegen Ex-Trainer und verteidigt Weinzierl

Jan Kupitz
Klaus Hofmann spricht Klartext
Klaus Hofmann spricht Klartext / Pool/GettyImages
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Der FC Augsburg hat einen schlechten Saisonstart hingelegt. Laut Präsident Klaus Hofmann tragen daran auch die Ex-Trainer eine Schuld.


Nur ein Sieg aus den ersten acht Spielen, dazu Relegationsplatz 16: Der Start des FC Augsburg in die neue Saison ist nicht gelungen. Damit die Lage nicht noch ernster wird, müssen aus den kommenden beiden Partien gegen Mainz 05 und Stuttgart dringend Zähler mitgenommen werden, schließlich warten danach mit dem VfL Wolfsburg und Bayern München zwei Champions-League-Teilnehmer auf die Fuggerstädter.

Dass der FCA unten drin steckt, hat für Klubboss Klaus Hofmann jedoch nur bedingt etwas mit Markus Weinzierl zu tun, der weiterhin die volle Rückendeckung zu genießen scheint.

Markus Weinzierl
Markus Weinzierl genießt das Vertrauen beim FCA / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

"Ich bin ausgesprochen froh, dass Markus Weinzierl wieder hier ist, auch wenn es die Tabelle noch nicht zeigt", schwärmte Hofmann auf der Mitgliederversammlung am Dienstag (via kicker) vom FCA-Coach. Weinzierl sei ein "erstklassiger Trainer und ein Mensch, der zu Augsburg passt".

Kein großer Fan scheint Hofmann dagegen von Martin Schmidt und Heiko Herrlich zu sein, die vor Weinzierl auf der Trainerbank der Fuggerstädter saßen, jedoch jeweils nach einem knappen Jahr gehen mussten. "Wir haben uns systematisch das Fußballspielen abgewöhnt in den letzten zwei, drei Jahren", wetterte Hofmann in Richtung der Ex-Coaches. "Es gab eine Phase, da haben wir nur auf Konter gespielt, und eine Phase, da waren wir nur defensiv und haben versucht, mit Glück ein Tor zu schießen." Das zu verbessern, brauche eine gewisse Zeit, verteidigte er Weinzierl.

"Wenn man fünf Trainer in fünf Jahren hatte, hat man sicher nicht alles richtig gemacht", gestand Hofmann auch eigene Fehler. Vorwürfe, dass die Entwicklung in Augsburg zuletzt stagnierte, könne der 53-Jährige verstehen: "So richtig schön ist unser Fußball in den letzten zweieinhalb bis drei Jahren nicht mehr."

Gleichwohl sei die ununterbrochene Bundesliga-Zugehörigkeit seit dem Aufstieg 2011 ein großartiger Erfolg für den FCA.

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