Europa League

Nkunku - wer sonst?! RB Leipzig schlägt Atalanta und steht im Europa-League-Halbfinale

Simon Zimmermann
Christopher Nkunku feiert seinen goldenen Treffer
Christopher Nkunku feiert seinen goldenen Treffer / Jonathan Moscrop/GettyImages
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Christopher Nkunku hat RB Leipzig unter die letzten Vier in der Europa League geschossen. Der RB-Topscorer entschied das Rückspiel gegen Atalanta mit seinen Saison-Torbeteiligungen Nummer 47 und 48. Nach dem 2:0 in Bergamo wartet im Halbfinale nun Braga oder die Rangers auf den deutschen Vize-Meister.


Tore:
0-1: Nkunku (18. Minute)
0-2: Nkunku (87., Foulelfmeter)


RB-Coach Domenico Tedesco vertraute im Vergleich zum 1:1 im Hinspiel fast auf die gleiche Startelf. Lediglich Simakan kam für Klostermann in der Dreierkette neu in die Startelf. Im Vergleich zum Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim in der Bundesliga war die Anfangsformation auf vier Positionen verändert.

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern aus Bergamo. Zappacosta (6. Minute) und Malinovskyi (17.) scheiterten aber am starken RB-Keeper Peter Gulacsi.

Auf der anderen Seite war es dann urplötzlich Christopher Nkunku (wer sonst?!), der die Roten Bullen in Führung schoss. Laimer wurde auf der rechten Seite auf die Reise geschickt. Der Österreicher zog mit viel Willen in den Strafraum und fand per Querpass den freistehenden Nkunku. Der Franzose hatte wenig Mühe, die Kugel zum 1:0 unterzubringen. Bereits die 47 (!) direkte Torbeteiligung von Nkunku in der laufenden Spielzeit!

Im Anschluss flachten Atalantas Offensivbemühungen merklich ab. RB bekam die Partie immer besser in den Griff und ließ bis zur Pause keine dickere Chance der Hausherren mehr zu.

Nach dem Seitenwechsel direkt eine knifflige Szene im RB-Strafraum. Einen Schuss von De Roon blockte Olmo beim Wegdrehen mit dem Arm ab. Dieser war allerdings nicht weit vom Körper des Spaniers entfernt. Schiedsrichter Lahoz schaute sich die Szene selbst am VAR-Bildschirm an und diskutierte lange mit seinem Assistenten, ehe er auf einen Handelfmeter verzichtete.

Kurz darauf hatte Leipzig eine gute Gelegenheit auf das 2:0. Ein Nkunku-Querpass verpasste Silva, Laimer kam aber noch zum Schuss, weil sich Atalanta-Keeper Musso verschätzte. Der Ball wurde leicht abgefälscht und ging rechts neben das Gehäuse.

Das Duell wurde nun hektischer. Die letzte halbe Stunde war eingeläutet. Immer mehr fiel Leipzig in die eigene Hälfte zurück und beschränkte sich mit zunehmender Spieldauer auf die Verteidigung des knappen Vorsprungs. Immerhin das gelang RB aber gut - eine zwingende Idee hatte Atalantas Offensive nicht.

Auch in den letzten Minuten verteidigte das Tedesco-Team die Führung leidenschaftlich und blieb ohne Gegentor. Auf der anderen Seite reichte ein Angriff, um für die Entscheidung zu sorgen. Der eingewechselte Poulsen bediente in der 86. Minute Nkunku, der an La-Dea-Keeper Musso vorbeizog und von diesem getroffen wurde. Strafstoß Leipzig!

Die Chance vom Punkt ließ sich der Franzose nicht nehmen und schob souverän zum entscheidenden 2:0 ein!

RBL steht nun im Halbfinale der Europa League, wo mit den Rangers oder Braga eine machbare Aufgabe wartet. Das riecht nach Europa-League-Finale!


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