FC Schalke 04

Bericht: Bereits erste Team-Kritik an Schalke-Coach Kramer?

Yannik Möller
Frank Kramer wird kritisch beäugt
Frank Kramer wird kritisch beäugt / Christof Koepsel/GettyImages
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Frank Kramer muss sich bei Schalke 04 gegenüber den Fans beweisen und die Mannschaft zum Klassenerhalt führen. Offenbar gibt es aber schon jetzt erste Kritik innerhalb des Teams an ihm.


Mit zwei Punkten aus den ersten vier Spielen steht Schalke zurzeit auf dem 16. Tabellenplatz. Noch ist es kein furchtbarer Saisonstart, doch Ruhe und Zuversicht gehen damit auch nicht gerade einher. Vor allem die 1:6-Heimpleite gegen Union Berlin sowie die Art und Weise des Auftritts in der zweiten Halbzeit haben dieser Tage für Ernüchterung gesorgt.

Dass es alles andere als leicht werden würde, direkt die Klasse zu halten, war und ist nach wie vor klar. Doch gibt es derzeit nur wenige Mutmacher.

Natürlich im Fokus: Frank Kramer. Von einigen Fans seit seiner Vorstellung kritisch beäugt, war er nicht der Wunschkandidat von Rouven Schröder. Schlussendlich wurde er eingestellt, weil er im Gegensatz zu anderen Kandidaten nicht absagte und stattdessen sogar mit Mike Büskens im Team zusammenarbeiten wollte. Dazu wird er die wohl kostengünstigste Option gewesen sein.

Nach wie vor ist die Skepsis im Fanlager groß. Die Defensive stand bisher nur beim 0:0 gegen den VfL Wolfsburg sicher, gegen Union war sie schlichtweg nicht zu finden. Dazu gibt es keinerlei Gefahr durch die Offensive. Nach 360 Spiel-Minuten steht gerade mal ein einziger Treffer aus dem Spiel heraus. Die weiteren drei (!) Tore fielen aus zwei Elfmetern und einem Freistoß.

Interne Kritik an Kramer? Nächste Wochen werden Stimmungslage entscheiden

Und offenbar setzt genau an dieser Stelle auch die Kritik an, die es laut Bild langsam aber sicher auch aus der Mannschaft heraus an Kramer gibt.

Dem Bericht zufolge laufe er bereits "Gefahr, erste Gruppen in der Kabine zu verlieren". Neben dem fehlenden Offensiv-Plan werde ihm zudem die fehlende "Chef-Autorität" vorgeworfen, heißt es weiter.

Tatsächlich hat sich Kramer bisher einem Laissez-faire-Stil befleißigt. Intern gibt es weniger Vorschriften, dazu kommt er den Spielern beispielsweise mit Monatsplänen entgegen, damit sie bereits im Vorhinein grob wissen, wann Training stattfindet und wann ein freier Tag ist. So sollen sich die Profis auch die Zeit mit ihrer Familie einplanen können. Im Gegenzug hofft er auf eine gute Einstellung auf dem Platz. Davon berichtete die Sportbild vor wenigen Wochen.

Ob die aufkommende Kritik an ihm, offenbar von manchen Spielern, auch real ist, bleibt erst einmal dahingestellt.

Frank Kramer
Kramer braucht dringend den ersten S04-Sieg / Christof Koepsel/GettyImages

Immerhin ist es erst der vierte Spieltag gewesen. Dazu ist der Kern der Mannschaft zusammengeblieben. Eine Mannschaft, die selbst gegenüber Dimitrios Grammozis zu ganz großen Teilen nie untreu geworden ist. Und unter dem Ex-Coach gab es in der 2. Bundesliga alles andere als Offensiv-Spektakel und eine klar zu erkennende Idee auf dem Platz, während der Aufstieg in die Ferne rückte.

Da auch noch kein anderes Outlet von aufkeimender Team-Skepsis an Kramer berichtet, ist der Bild-Bericht mit Vorsicht zu genießen.

Klar ist aber auch: In den nächsten Wochen stehen sehr wichtige Spiele an, die die Stimmung - intern wie extern - maßgeblich beeinflussen werden.

Als nächstes geht es gegen den VfB Stuttgart, dann gegen den aktuellen Tabellenletzten VfL Bochum. Nach dem Derby gegen den BVB (Außenseiter-Rolle hin oder her) folgt das Duell mit dem FC Augsburg. Vier Spiele, die für Schalke und somit auch für Kramer sehr wichtig werden.


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