Entscheidung gefallen: Fritz spricht über Kruse-Rückkehr

Henry Einck
Max Kruse ist aktuell vereinslos.
Max Kruse ist aktuell vereinslos. / Martin Rose/GettyImages
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Max Kruse ist seit der Vertragsauflösung beim VfL Wolfsburg Ende November vereinslos. In den Medien kursierten Gerüchte über eine mögliche Rückkehr zu Werder Bremen. Jetzt ist klar: Kruse wird nicht nach Bremen zurückkehren. Im Sommer sah das noch anders aus.


Wie geht es mit Max Kruse weiter? Die Gerüchteküche um den Ex-Nationalspieler brodelt. BILD berichtete vor einigen Wochen, dass sich Werder Bremen mit einem Transfer beschäftigt. Es wäre die Rückkehr von Kruse zu dem Verein, der ihn im Sommer 2007 zum Profi machte. Wie jetzt bekannt geworden ist, wird daraus aber wohl nichts.

"Max ist kein Thema für uns. Wir haben auch nicht über ihn nachgedacht", äußerte sich Clemens Fritz, Leiter Profifußball und Scouting bei Werder Bremen, gegenüber BILD und schob allen Gerüchten damit einen Riegel vor. Es sei nicht der Plan, im Winter groß aktiv zu werden. Man fühle sich gut aufgestellt und vertraue den Spielern, die aktuell im Kader stehen. Im Sommer sah die Situation wohl noch anders aus. Bereits da gab es Spekulationen um eine mögliche Kruse-Rückkehr.

"Wir haben es intern durchdiskutiert", gab Fritz zu. "Es ist aber nicht so, dass er ablösefrei hätte wechseln können, das Gehalt und die Kaderstruktur sind auch zu berücksichtigen." Nach dem Aus von Wolfsburg-Trainer Florian Kohfeldt (39) am Saisonende hätte der Stürmer den Klub dank einer "Kohfeldt-Klausel" für eine überschaubare Ablöse verlassen dürfen. Im Gespräch waren eine Million Euro. Zu dem Zeitpunkt soll aber auch Kruse noch nicht von einer Rückkehr an die Weser überzeugt gewesen sein.

MLS-Wechsel als wahrscheinlichste Option

Kruses Situation hat sich inzwischen erheblich verändert. Der Ex-Nationalspieler war von VfL-Trainer Niko Kovac Anfang September aus dem Kader gestrichen worden. Die Vorwürfe: mangelnde Professionalität und schlechter Einfluss auf die Mannschaft. Der Ex-Bremer trainierte daraufhin nur noch abseits der Mannschaft. Ende November einigten sich beide Parteien auf eine Vertragsauflösung. Kruse hatte sich bezüglich einer Rückkehr in den Profi-Fußball optimistisch gegeben und gesagt, dass er "immer für Überraschungen gut" sei.

Nach der Werder-Absage erscheint aktuell ein Wechsel in die US-amerikanische MLS als wahrscheinlichste Option. Der 34-Jährige war immer wieder mit Clubs aus den USA in Verbindung gebracht worden. Allen voran Beckham-Club Inter Miami, Los Angeles FC (mit Chiellini und Bale) und St. Louis City mit Sportchef Lutz Pfannenstiel sollen Interesse zeigen. Die Situation bleibt spannend.


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