Entscheidung bei Mislintat gefallen: Sportdirektor verlässt VfB sofort

Jan Kupitz
Sven Mislintat
Sven Mislintat / Christof Koepsel/GettyImages
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Die Zukunft von Sven Mislintat ist besiegelt: Der Sportdirektor des VfB Stuttgart muss mit sofortiger Wirkung seinen Hut nehmen, nachdem er das Angebot der Schwaben abgelehnt hat.


In den letzten Wochen hatte sich eine echte Hängepartie um die Zukunft von Sven Mislintat entwickelt. Der Sportdirektor wollte seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim VfB Stuttgart prinzipiell gerne verlängern, ohne dabei allerdings zu große Kompromisse einzugehen. Sein Verhältnis zu Vorstandsboss Alexander Wehrle gilt als angespannt.

Nun ist endlich eine Entscheidung gefallen - und die lautet, dass der VfB und Mislintat mit sofortiger Wirkung getrennte Wege gehen. Das bestätigten die Schwaben am Mittwochmittag.

Hintergrund der Trennung ist gemäß Bild, dass Mislintat das Angebot zur Verlängerung abgelehnt hat. Die Stuttgarter boten ihm deutlich weniger Gehalt (statt zwei Millionen Euro pro Jahr nur 1,5 Millionen Euro - Boni schon inbegriffen) und wollten zudem die "Einstimmigkeitsklausel" aus dem aktuellen Kontrakt entfernen.

Diese Klausel besagte, dass beim VfB keine sportliche Entscheidung gegen den Willen von Mislintat getroffen werden konnte. Sobald er sein Veto einlegt, wäre jede Entscheidung nichtig.

Da Mislintat allem Anschein nach auf die Klausel bestand, war eine Trennung unausweichlich. Ein Nachfolger soll bis Mitte Dezember bekannt gegeben werden, damit anschließend die Trainerfrage geklärt werden kann.

"Sven hat sich entschieden, unser Vertragsangebot nicht anzunehmen. Das bedauern wir. Die Verhandlungen jetzt zu beenden, ist eine gemeinsame Entscheidung aller Verantwortlichen", so Wehrle. "Sie ändert aber nichts an unserer gegenseitigen Wertschätzung. Sven Mislintat war dreieinhalb Jahre Teil unseres Teams und hat sich immer geradlinig und leidenschaftlich für den VfB eingesetzt. Für seine geleistete Arbeit gelten ihm unser Dank und Respekt. Sven Mislintat wird in Stuttgart und beim VfB immer ein gern gesehener Gast sein."

Mislintat ergänzte: "Wir haben in unseren Gesprächen keinen gemeinsamen Nenner für eine Fortsetzung meiner Tätigkeit beim VfB gefunden. Ich bedauere das sehr, weil mir der VfB in den vergangenen Jahren zu einer echten Herzensangelegenheit geworden ist und ich gerne weiter meinen Teil zu einer positiven Entwicklung dieses großen Vereins beigetragen hätte."


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