England: Warum blieb Foden auf der Bank?

Henry Einck
Phil Foden saß gegen die USA 90 Minuten auf der Bank.
Phil Foden saß gegen die USA 90 Minuten auf der Bank. / Ryan Pierse/GettyImages
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Die Leistung von England beim 0:0 gegen die USA war schwach. Nach dem harmlosen Auftritt im zweiten Gruppenspiel kommt erneut Kritik gegenüber Trainer Gareth Southgate auf. Im Zentrum der Kritik steht die Frage: Warum blieb Phil Foden 90 Minuten auf der Bank?


Phil Foden ist einer der wertvollsten Spieler der Welt. Englische Fans waren sich sicher, dass der 22-Jährige bei der diesjährigen Weltmeisterschaft Leistungsträger werden könnte. Foden präsentierte sich bei Manchester City zuletzt formstark - in 14 Premier-League-Spielen sammelte er stolze zehn Scorerpunkte. Unter Nationaltrainer Gareth Southgate findet der Youngstar dennoch kaum Berücksichtigung.

Im Freitagabendspiel gegen die USA nahm Phil Foden 90 Minuten auf der Bank Platz. Bereits im ersten Gruppenspiel gegen Iran hatte der City-Star keinen Platz in der Startelf. Beim 6:2-Auftaktsieg kam Foden auf einen 20-minütigen Kurzeinsatz. Dass der Offensivspieler am zweiten Spieltag gar nicht gespielt hat, löste in seinem Heimatland Kritik aus.

Aufgrund der schwachen ersten Halbzeit hatten Fans zumindest mit einer frühen Einwechslung gerechnet. Foden hätte Dynamik ins Offensivspiel gebracht, waren sich viele Engländer sicher. Stattdessen wechselte Southgate Jordan Henderson für Jude Bellingham (68.), Jack Grealish für Raheem Sterling (68.) und Marcus Rashford für Bukayo Saka (78.) ein.

Southgate verteidigt Entscheidung

Auf der Pressekonferenz wurde Southgate mit der fragwürdigen Entscheidung konfrontiert. Der langjährige Nationaltrainer führte seine Gedanken aus: "Wir dachten nicht, dass das ein Spiel für Phil in der Mitte wäre. Wir dachten, dass Hendo (Anm. d. Red. Jordan Henderson) uns helfen kann, damit wir Jude Bellingham auch eine Pause geben können. Wir dachten, das Tempo von Marcus Rashford hilft uns." Die Joker halfen letztlich nicht. Das Spiele endete 0:0.

Im Vorfeld der WM hatten viele Fans Foden in der Startelf vorgesehen. Ein 3-4-3-System neben Kapitän Harry Kane und Raheem Sterling in der Offensive war erwartet worden. Southgate entschied sich bislang allerdings für ein 4-2-3-1-System, in dem Mason Mount die Zehnerposition bekleidet. Der Chelsea-Star blieb am Freitagabend blass, hatte bis auf einen Torschuss wenig Aktionen.

Nach dem enttäuschenden Auftritt wurden Stimmen laut, die sich für einen Startelfeinsatz von Phil Foden im letzten Gruppenspiel gegen Wales stark machten. "Er ist mit Abstand unser bester Spieler, unser größtes Talent, und der sollte spielen", meinte beispielsweise TV-Experte und Ex-United-Spieler Gary Neville. Auch Experte Jamie Garragher forderte Veränderungen: "Ich finde, er sollte zwei oder drei Änderungen vornehmen, um die Mannschaft aufzufrischen."



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