Frauen-EM

Ohne Leaderin Popp: Deutschland verliert packendes EM-Finale gegen England

Oscar Nolte
England gewinnt die Europameisterschaft
England gewinnt die Europameisterschaft / Shaun Botterill/GettyImages
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England gewinnt die Europameisterschaft! In einem packenden Finale setzten sich die Löwinnen etwas glücklich mit 2:1 gegen Deutschland durch. Die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg musste kurzfristig auf Kapitänin Alexandra Popp verzichten, die sich beim Aufwärmen verletzte.


Wenige Minuten vor Anpfiff kam die Schock-Nachricht: Alexandra Popp, Leaderin des DFB-Teams und absolute Erfolgsgarantin, verpasst die Partie aufgrund muskulärer Probleme. Mit zwei Toren hatte die Kapitänin die DFB-Elf im Halbfinale gegen Frankreich zum Sieg geschossen, ihr Ausfall schmerzte extrem. Vor außergewöhnlicher Kulisse musste Popp gegen die vielleicht leicht favorisierten Gastgeberinnen zusehen.

Und die Anfangsphase gehörte dann auch den Engländerinnen, die schon nach drei Minuten durch White zu einer ersten guten Tormöglichkeit kamen. Deutschland spielte zwar mutig und gestaltete die Partie offen und intensiv, hatte im ersten Durchgang aber zu oft das Nachsehen. Trotz Chancenvorteile auf Seiten der Engländerinnen hätten die Deutschen trotzdem mit einer Führung in die Pause gehen können, ihnen blieb jedoch ein eigentlich klarer Handelfmeter verwehrt.

England geht in Führung - Magull trifft erst die Latte, dann zum Ausgleich

Die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg kam dann gut aus der Kabine und nahm das Zepter in die Hand. Jubeln durften nach einer knappen Stunde jedoch die Engländerinnen. Einen langen Ball von Walsh verwertete die eingewechselte Toone sehenswert per Lupfer zur Führung in Wembley. Deutschland behielt trotz des Rückstandes die Ruhe und versuchte schnell zu antworten, Lina Magull traf aber nur das Lattenkreuz.

Und trotzdem: die DFB-Frauen blieben cool, blieben aktiv und blieben präsent. Die Belohnung dafür gab es in der 78. Minute: die eingewechselte Tabea Waßmuth bediente mit einer scharfen flachen Flanke in der Mitte Lina Magull, die den Fuß reinhielt und unter die Latte zum verdienten Ausgleich traf.

Der Ausgleich fungierte als Initialzündung für die deutsche Mannschaft, die in der Schlussphase am Siegtreffer schnupperte. Es blieb dann aber beim insgesamt verdienten 1:1 nach der regulären Spielzeit und es ging in die Verlängerung.

In der Verlängerung übernahm die DFB-Elf, die deutlich frischer wirkten als die müden Engländerinnen, endgültig die Kontrolle. Die klaren Torchancen hatte die Mannschaft von Martina Voss-Tecklenburg zwar nicht, doch der Führungstreffer lag in der Luft. Erzielen sollten ihn jedoch die Engländerinnen. Nach einer Ecke stocherte Kelly den Ball irgendwie zur Führung über die Linie.

Deutschland kam in den letzten Minuten nicht mehr zurück und musste sich am Ende ganz unglücklich den Engländerinnen geschlagen geben.


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