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EM 2020

Schock für Spanien: Busquets positiv auf Corona getestet - Auch Portugal in Quarantäne

Simon Zimmermann
Sergio Busquets im Zweikampf mit Renato Sanches
Sergio Busquets im Zweikampf mit Renato Sanches / Soccrates Images/Getty Images
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Am Freitag trennte sich Spanien im Test mit dem deutschen EM-Gruppengegner Portugal 0:0. Barça-Star Sergio Busquets lief im Prestigeduell als Kapitän von La Roja auf. Nach 63 Minuten wurde der 32-Jährige ausgewechselt. Wenig später wurde Busquets positiv auf Corona getestet, wie der spanischen Verband offiziell mitteilte.


Dem 123-fachen Nationalspieler droht nun das Aus für die anstehende EM. Sollte sich der Test nicht als falsch-positiv herausstellen, muss Busquets 14 Tage in Quarantäne. Die ersten beiden Gruppenspiele gegen Schweden und Polen wird der Routinier in diesem Fall mindestens verpassen.

Immerhin gab es von spanischer Seite leichte Entwarnung: Alle übrigen 25 Spieler im EM-Aufgebot wurden negativ getestet. Alle Team-Events wie Mannschaftstrainings, Pressekonferenzen und das Testspiel gegen Litauen wurden dennoch vorsichtshalber abgesagt. Die Kollegen, die mit Busquets in direktem Kontakt standen, wurden isoliert. Eine optimale EM-Vorbereitung sieht definitiv anders aus.

Portugal in Quarantäne

Sorgen macht man sich aber auch bei Testspielgegner Portugal, das am 19. Juni am zweiten Gruppenspieltag auf die deutsche Mannschaft trifft. Busquets umarmte Cristiano Ronaldo etwa vor dem Spiel. Wie die spanische AS berichtet, hat sich der amtierende Europameister in Quarantäne begeben, um keine Risiken vor dem EM-Start einzugehen. Stand jetzt soll das Testspiel am Mittwoch gegen Israel aber stattfinden.

Die Corona-Regeln der UEFA bei der EM

Gemäß der UEFA-Statuten reichen 13 gesunde Spieler (darunter mindestens ein Torhüter), um ein EM-Spiel stattfinden zu lassen. "Sollte sich eine Gruppe von Spielern eines Teams in Quarantäne oder Selbstisolation begeben (...), findet das Match wie geplant statt, solange der Mannschaft 13 Spieler (inklusive mindestens eines Torwarts) zur Verfügung stehen (...)", heißt es offiziell im Reglement.

Sollte das nicht möglich sein, wird das Spiel zunächst verlegt. "Wenn ein nationaler Verband nicht in der Lage ist, die Minimalanzahl von Spielern aufzustellen, wird das Match, sofern möglich, innerhalb der nächsten 48 Stunden neu terminiert." Allerdings: Sollte das nicht möglich sein, wird das Spiel mit 0:3 für die Mannschaft gewertet, die die Spielabsage verursacht hat.

Nach aktuellem Stand ist Spanien von einem solchen Horror-Szenario aber noch weit entfernt. Trainer Luis Enrique darf zusätzlich noch zwei Spieler nachnominieren. Der Ausfall von Mittelfeldchef Busquets trifft die Iberer dennoch hart.

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