1. FC Köln

Ellyes Skhiri legt Fokus auf den Klassenerhalt - Abgang nach der Saison wahrscheinlich

Christian Gaul
Ellyes Skhiri will aktuell keine Verhandlungen führen
Ellyes Skhiri will aktuell keine Verhandlungen führen / Lars Baron/Getty Images
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Als einer der wenigen Spieler des 1. FC Köln konnte Mittelfeld-Motor Ellyes Skhiri in der laufenden Saison auch schon vor dem Trainer-Wechsel konstant seine Leistung abrufen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat sich der Tunesier damit auch bei anderen Bundesligisten angeboten, doch derzeit will er Spekulationen um seine Zukunft nicht kommentieren - der Fokus liegt auf dem Klassenerhalt.


Ellyes Skhiri kam im Sommer 2019 aus Montpellier zum 1. FC Köln und bildete seitdem einen Fixpunkt im zentralen Mittelfeld des FC. Auch in der laufenden Saison verpasste der 25-Jährige nur ein einziges Liga-Spiel und stand ansonsten immer in der Kölner Startelf.

Trotz der bislang insgesamt enttäuschend verlaufenden Spielzeit seines Klubs machte sich der Tunesier auch bei anderen Vereinen mit seiner Mischung aus Technik und Übersicht beliebt. Zudem sammelte er in der aktuellen Runde bis hierhin schon fünf Tore und drei Vorlagen - damit steht er im internen Ranking der Kölner auf Rang drei.

Doch eventuelle Wechselgedanken will der bis zum Sommer 2023 an Köln gebundene Skhiri erst kommentieren, wenn der Klassenerhalt - hoffentlich - erreicht wurde.

"Es geht nur darum, in der Liga zu bleiben" - Skhiri empfiehlt sich für höhere Aufgaben

Im Gespräch mit dem GEISSBLOG.KOELN äußerte sich Skhiri jedoch nicht nur zu seinen eigenen Zielen. Auch der Wechsel auf der Trainerbank von Markus Gisdol zu Friedhelm Funkel war ein Thema.

"Mein Verhältnis zu Markus war gut. Gerade gegen Ende haben wir sehr viel miteinander gesprochen. Er hat genau wie wir versucht, sein Bestes zu geben und war immer positiv gestimmt. Leider hat es nicht funktioniert, und dann ist es manchmal besser, etwas zu verändern. Ob das am Ende erfolgreich sein wird, werden wir nach den nächsten Spielen sehen", nahm Skhiri seinen Ex-Trainer in Schutz.

Funkel konnte zuletzt immerhin dafür sorgen, dass der FC sich mental und körperlich stark verändert präsentierte, auch wenn der neue Coach noch gar keine richtige Zeit hatte, mit dem Team zu arbeiten.

"Viel verändern konnte Friedhelm Funkel bislang nicht. Er hatte nicht wirklich viel Zeit und wir mussten seine Ideen schnell umsetzen. Es ist schwierig, viel zu verändern, wenn man neu dazu stößt und direkt drei Spiele innerhalb einer Woche bestreiten muss. Jetzt haben wir mehr Zeit, um hart zu arbeiten und uns auf Freiburg vorzubereiten", sprach Skhiri den kommenden Gegner in der Bundesliga an.

Ellyes Skhiri, Baptiste Santamaria
Im Hinspiel setzte es für den FC ein 0:5 / Matthias Hangst/Getty Images

In der Hinrunde setzte es im Breisgau eine schallende Ohrfeige, als die Kölner mit 0:5 untergingen. "Das Spiel war eine Katastrophe und es war nicht einfach, das zu verarbeiten. Natürlich haben wir das Ergebnis noch im Hinterkopf. Wir wollen uns unbedingt revanchieren, ein gutes Spiel machen und die drei Punkte zuhause behalten", denn jeder Zähler kann wichtig für den Klassenerhalt sein.

Sollte der FC am Ende der Saison tatsächlich absteigen, wäre Skhiri wohl nicht mehr zu halten. "Wir werden sehen, was nach der Saison passiert. Jetzt geht es nur darum, dass wir in der Liga bleiben. Mit einem Abstieg würde es mir schon wahnsinnig schwer fallen, den Klub zu verlassen. Daher müssen wir alle jetzt alles tun, um in der Liga zu bleiben. Niemand will einen Abstieg in seiner Vita stehen haben", ließ der Tunesier erkennen, dass er sich derzeit vollständig auf den Klassenerhalt fokussieren will.

"Ich will jetzt erstmal alles geben, damit dieser Fall gar nicht erst eintritt. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass uns der Klassenerhalt gelingt", versprach Skhiri.

Doch auch wenn der FC den Abstieg vermeidet, werden sich einige Interesssenten beim laufstarken Mittelfeldspieler melden. In Gladbach drohen die Abgänge von Denis Zakaria und Florian Neuhaus, Leipzig wird wohl Marcel Sabitzer verlieren - um nur zwei Beispiele zu nennen.

Skhiri wird derzeit auf einen Marktwert von 6,5 Millionen Euro geschätzt (via transfermarkt.de). Auch in Zeiten der Pandemie keine utopische Summe für Vereine, die Abgänge im zentralen Mittelfeld kompensieren müssten.

Doch vorerst ist dies reine Spekulation, konzentriert sich der Spieler doch auf das Wesentliche:

"Wir können es schaffen, in der Liga zu bleiben. Für den Verein und die Fans gibt es nichts Wichtigeres" - und für Ellyes Skhiri derzeit auch nicht.

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