"So können wir nicht auftreten": Eintracht-Klartext nach Niederlage gegen Köln

  • Frankfurt verliert mit 0:2 gegen Köln
  • Krösche sieht mehrere schwache Auftritte
  • Trapp: Leistungen "sehr schwankend"

Dino Toppmöller beim Abendspiel am Samstag
Dino Toppmöller beim Abendspiel am Samstag / Leon Kuegeler/GettyImages
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Die 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln ist ein großer Patzer für Eintracht Frankfurt. Entsprechend deutlich fiel anschließend auch die Kritik am eigenen Auftreten aus.

Mit viel Hoffnung und Optimismus war Eintracht Frankfurt aus dem Transfer-Januar in das Auswärtsspiel beim angeschlagenen 1. FC Köln gegangen. Was vor dem Anpfiff nach einer sehr guten Möglichkeit für einen weiteren Fortschritt aussah, spielerisch wie auch in der Tabelle, entpuppte sich als ein schwerwiegender Patzer und Stimmungskiller für die SGE.

Die 0:2-Niederlage, gepaart mit gleich zwei Platzverweisen durch Gelb-Rot für Niels Nkounkou und Tuta, sorgte auch bei den Fans für viel Frust und Ernüchterung - ebenso wie bei den Verantwortlichen.

Toppmöller-Frust über "zwei dämliche Fehler" - Krösche kritisiert auch die vergangenen Auftritte

"Das war in der ersten Halbzeit fußballerisch zu schlecht, es war von der Aggressivität und vom Anlaufverhalten her nicht gut genug, es war insgesamt zu wenig", fasste Dino Toppmöller bereits die ersten 45 Minuten als ungenügend zusammen (via hessenschau). Bis zum ersten Platzverweis seien die in der Pause angesprochenen Punkte besser umgesetzt worden, dem Cheftrainer zufolge sei man bis dahin auch "die dominante Mannschaft gewesen". Dazu habe sein Team in dieser Phase auch "gut nach vorne gespielt und gefährliche Situationen kreiert".

"Und dann machst du halt zwei dämliche Fehler", beschrieb Toppmöller den Kipppunkt aus der Sicht der SGE. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir brauchen diese Energie und Qualität, die wir zu Beginn der zweiten Halbzeit gezeigt haben, von Anfang an."

Spürbar drastischer fiel die Kritik von Markus Krösche aus. "Wir haben von der ersten Minute an die Zweikämpfe nicht angenommen", bemängelte der Sportvorstand und machte deutlich: "Wir hatten keine Zielstrebigkeit in unserem Spiel, das war in den letzten Wochen auch so, obwohl die Ergebnisse gepasst haben. Potenzial ist das eine, das andere ist, es auf den Platz zu bringen, um Spiele zu gewinnen."

Tuta
Auch Tuta musste mit Gelb-Rot vorzeitig vom Platz / Leon Kuegeler/GettyImages

So könne die Eintracht schlichtweg nicht auftreten, stellte er gegnerunabhängig fest. So habe er eine Partie gesehen, die man "selber verloren" habe, "weil wir in gewissen Situationen nicht die Bereitschaft hatten". Wenn es das Ziel sei, weiterhin oben anzugreifen, "musst du diese Spiele gewinnen". Krösche zeigte sich somit nicht nur unzufrieden mit diesem Auftritt, sondern auch mit den Leistungen der vergangenen Wochen - wobei diese noch durch die Resultate gedeckt wurden.

Als zurzeit "sehr schwankend" beschrieb Kevin Trapp die Auftritte der Eintracht. In einem zentralen Punkt stimmte er mit Krösche überein: "Aber das, was du am Ende brauchst, um Spiele zu gewinnen, haben wir heute nicht auf den Platz gebracht. Da waren die Kölner in allen Belangen besser."

"Das, was Köln gezeigt hat, diese Galligkeit, die sie für den Abstiegskampf brauchen, die haben wir nicht gezeigt. Und dann wird es schwer, egal gegen wen", gab sich auch der Keeper sehr kritisch.


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