90min
Bundesliga

Kostic trifft bei Frankfurts Remis gegen dezimierte Stuttgarter

Christian Gaul
Filip Kostic meldete sich zurück
Filip Kostic meldete sich zurück / Alex Grimm/Getty Images
facebooktwitterreddit

Am Sonntag empfing Eintracht Frankfurt die Mannschaft des VfB Stuttgart. Dabei konnten die Adler sich über eine denkwürdige Rückkehr eines Unruhestifters freuen, allerdings nicht über einen Sieg.


Tore: 1:0 Kostic (79.), 1:1 Marmoush (88.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Anton (Stuttgart) nach Notbremse gegen Borré (82.)

Aufstellung Eintracht Frankfurt:

Trapp - Durm (ab 80. da Costa), Ndicka, Hinteregger, Lenz - Sow, Hrustic (ab 59. Jakic) - Hauge (ab 80. Paciencia), Kamada, Lindström (ab 59. Kostic) - Lammers (ab 70. Borré)

Trainer: Oliver Glasner

Aufstellung VfB Stuttgart:

Müller - Mavropanos, Anton, Kempf (ab 80. Al Ghaddioui) - Massimo (ab 63. Coulibaly), Karazor, Endo, Sosa (ab 70. Ito) - Klement (ab 70. Mangala), Marmoush, Klimowicz (ab 63. Beyaz)

Trainer: Pellegrino Matarazzo

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck


Die Eintracht begann mit Unruhestifter Kostic auf der Bank, brachte aber Neuzugang Lammers als Sturmspitze in der Startelf. Beim VfB durften mit Karazor und Marmoush ebenfalls zwei neue Spieler von Beginn an ran.

Viel Tempo mit wenig Ertrag - Marmoush wird zum Party-Crasher

Im ersten Durchgang sah man durchaus eine schwungvolle Partie, die nur selten unterbrochen wurde. Allerdings sorgten eklatante Unsauberkeiten und Abstimmungsprobleme auf beiden Seiten dafür, dass echte Strafraumszenen nur sehr selten zu erleben waren.

Frankfurt machte das Spiel gegen kompakte Stuttgarter oft zu kompliziert, Neuzugang Lammers kam kaum an den Ball - seine beste Szene war ein Schuss von der Strafraum-Grenze, der meterweise zu weit links am Stuttgarter Kasten vorbei trudelte.

Wirkliche Gefahr für VfB-Keeper Müller strahlten bis dahin nur der gut aufgelegte Kamada und - mit Abstrichen - Lindström aus, auf der anderen Seite konnten sich die Youngster Marmoush und Massimo zweimal ordentlich in Szene setzten.

Omar Khaled Marmoush, Martin Hinteregger
Omar Marmoush versaute die Kostic-Party / Alex Grimm/Getty Images

Der zweite Durchgang verlief lange ohne Höhepunkte, bis nach rund einer Stunde dann Kostic in die Partie kam. Die Frankfurter Zuschauer reagierten mit etwas mehr Pfiffen als Applaus.

Kurz darauf hatte Lammers seine erste echte Chance, blieb aber aus zu spitzem Winkel gegen Müller nur zweiter Sieger. Sekunden später köpfte Hinteregger nach einem Eckball an die Latte - Frankfurt war nun am Drücker.

So plötzlich diese Drangphase der Eintracht aufkeimte, so schnell fingen sich die Stuttgarter jedoch wieder. In der Folge wurde Kostic immer wieder mit vernehmbaren Pfiffen bedacht, wenn er den Ball hatte.

Rund zehn Minuten vor dem Ende waren diese Pfiffe jedoch verstummt, als Kostic mit einem schönen Schuss ins lange Eck die Frankfurter Führung erzielte, Wenig später war Stuttgart nur noch zu zehnt, als der bereits gelb-verwarnte Anton die Notbremse gegen den eingewechselten Borré ziehen musste und glatt-rot sah.

Doch Marmoush krönte seine starke Leistung und kämpfte den Ball kurz vor Schluss zum Ausgleich in den Frankfurter Kasten. In den Schlusssekunden lenkte Müller noch einen Abschluss von Borré an die Unterkante der Latte - der Ball überquerte jedoch nicht die Torlinie.

Mit dem Unentschieden bleiben beide Teams zunächst im unteren Tabellendrittel kleben, doch in Frankfurt wird man über die Rückkehr von Kostic dennoch erfreut sein.

facebooktwitterreddit