Eintracht Frankfurt

Die Winter-Ruhe vor dem Sommer-Sturm: So plant die Eintracht den Kader-Umbruch

Simon Zimmermann
Fraglich, ob Kamada, Lindström und Borré auch kommende Saison gemeinsam jubeln
Fraglich, ob Kamada, Lindström und Borré auch kommende Saison gemeinsam jubeln / Adam Pretty/GettyImages
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Im Winter soll es auf dem Transfermarkt ruhig bleiben in Frankfurt. Für den Sommer stehen dagegen einige Veränderungen an. Für die prominenten Verkaufskandidaten hat Markus Krösche bereits den passenden Ersatz parat.


Nach einem mäßigen und unruhigen Saisonstart liegt die Frankfurter Eintracht wieder voll auf Kurs. In der Europa League gelang der souveräne Einzug ins Achtelfinale, in der Bundesliga steht die SGE nach dem 1:1 zum Rückrundenstart in Augsburg auf Platz acht - mit Tuchfühlung nach oben.

Stück für Stück scheinen sich Mannschaft und Neu-Trainer Oliver Glasner anzunähern. Das bevorzugte System wurde gefunden, die Offensive ist ins Rollen gekommen. Auch wenn etwa Jesper Lindstöm zuletzt viele Chancen und damit einige Punkte liegen ließ: Das Offensiv-Trio Borré, Kamada und Lindström wirkt mittlerweile eingespielt und aufeinander abgestimmt.

Ein Grund dafür, warum es in diesem Januar wohl keine Transferaktivitäten geben wird. Aufgeschoben ist am Main aber nicht aufgehoben: im Sommer dürfte es - mal wieder - zu einigen Kaderveränderungen kommen.

Vorgriffe auf Abgänge: Frankfurt bei Neuzugängen schon sehr weit

Mit Kostic, N'Dicka und Co. gibt es einige Verkaufskandidaten, mit denen die Eintracht wohl Kasse machen muss, um die Corona-Löcher zu stopfen. Auf der anderen Seite will man sich aber auch verstärken. Laut Sportbild könnten mindestens vier Sommer-Neuzugänge verpflichtet werden.

Besonders im Fokus stehen dabei ablösefreie Spieler. Zwei hat Sportvorstand Markus Krösche schon an der Angel. Vom HSV kommt Flügelstürmer-Juwel Faride Alidou (Vertrag bis 2026, ohne Ausstiegsklausel), vom FC Nantes Mittelstürmer Randal Kolo Muani. Mit dem 23-Jährigen vom FC Nantes ist man sich einig. Die Eintracht hatte im Werben um den Angreifer namhafte Konkurrenz ausgestochen.

Der Transfer von Alidou soll die künftige Ausrichtung unter Krösche vorgeben. Die Eintracht will DER Bundesliga-Klub für deutsche Toptalente werden. Mit Marcel Wenig vom FC Bayern hofft man auf einen weiteren Youngster-Deal. Der 17-Jährige könnte kommenden Sommer ebenfalls ablösefrei zu haben sein.

Bei der Eintracht schaut man aber auch weiterhin nach internationalen Talenten, die in Frankfurt den nächsten Schritt machen sollen. Hrvoje Smolcic und Jerome Onguéné sind zwei weitere heiße Namen für einen Sommer-Wechsel.

Smolcic und Onguéné sollen möglichen N'Dicka-Abgang auffangen

Onguéné stand von 2017 bis 2018 eineinhalb Jahre beim VfB Stuttgart unter Vertrag, ehe er zu RB Salzburg wechselte. Der 24-jährige Innenverteidiger ist im Sommer ebenfalls ablösefrei zu haben. Laut Sportbild ist sich die SGE bereits mit dem achtfachen Nationalspieler Kameruns einig.

Und auch bei Smolcic sieht es gut aus. Der 21-jährige Kroate steht bei HNK Rijeka allerdings noch bis 2023 unter Vertrag. 2,5 Millionen Euro Ablöse (Marktwert: 3 Mio. Euro) bietet die Eintracht aktuell für den U21-Nationalspieler. Bislang soll Rijeka aber noch zögern.

Kostic, Kamada und N'Dicka bleiben die wahrscheinlichsten Verkaufskandidaten

Gut möglich, dass das Angebot noch leicht erhöht wird. Das hängt aber mit möglichen Abgängen zusammen. Die heißesten Kandidaten bleiben Kostic, Kamada und N'Dicka. Beim Trio endet der Vertrag 2023. Im Sommer heißt es: verlängern oder verkaufen.

Anders ist die Lage bei Tuta. Der Brasilianer soll sein ebenfalls bis 2023 laufenden Arbeitspapier so schnell wie möglich verlängern. Fest eingeplant bleiben auch Stammkeeper Kevin Trapp, Kristjan Jakic im zentralen Mittelfeld, sowie Lindström und Borré in der Offensive. Dazu will Krösche eine Verstärkung für die rechte Seite verpflichten, wo in der laufenden Saison noch kein Spieler nachhaltig überzeugen konnte.

Djibril Sow würde man am liebsten halten (Vertrag bis 2024). Sollte man mit den oben genannten Kandidaten genügend Einnahmen erzielen, spricht auch alles für einen Verbleib. Sollte das nicht gelingen, könnte Sow notgedrungen zum Verkauf stehen. Nach seinen starken Leistungen in dieser Saison dürfte es durchaus Interesse geben.


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