Eintracht Frankfurt

Glasners Hinrundenfazit: "Große Schritte nach vorne", aber "noch viel Potenzial"

Nikolas Pfannenmüller
Oliver Glasner trainierte in der letzten Saison den VfL Wolfsburg.
Oliver Glasner trainierte in der letzten Saison den VfL Wolfsburg. / Alex Grimm/GettyImages
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Frankfurts Trainer Oliver Glasner hat die Hinrunde seiner Mannschaft eingeordnet. Der Österreicher kann mit den Leistungen seiner Spieler gut leben. Speziell mit dem Aufwärtstrend gegen Ende der Hinrunde ist Glasner zufrieden, aber trotzdem sieht er noch Entwicklungspotential.


Unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner legte Eintracht Frankfurt einen Stotterstart hin, ehe sich die Hessen im November und Dezember plötzlich von Sieg zu Sieg hangelten. Mit 27 Punkten belegt Frankfurt aktuell den 6. Platz in der Bundesliga. Im DFB-Pokal scheiterte die Eintracht in der 1. Runde, in der Europa League hat sich das Team als Erster der Gruppe D fürs Achtelfinale qualifiziert.

Im Jahresabschlussinterview auf der Vereinswebsite von Eintracht Frankfurt hat Glasner sein erstes Halbjahr als Frankfurter Trainer gesprochen.


Glasner: "Es war ein richtig tolles erstes halbes Jahr"

"Wichtig ist, dass wir uns sportlich gefangen und große Schritte nach vorne gemacht haben. Es macht viel Spaß, mit der Mannschaft und im Klub mit allen zusammenzuarbeiten oder auch mit den Fans im Stadion zusammen zu sein. Es war ein richtig tolles erstes halbes Jahr", sagte Glasner.

Hier ist es meine vierte Cheftrainerstation und bei allen Klubs war es so, dass es am Anfang seine Zeit gebraucht hat, versuchte sich Glasner an einer Erklärung für die Anlaufschwierigkeiten: "Wir geben den Spielern sehr viele Informationen an die Hand, vielleicht manchmal ein wenig zu viel."

"Man hat gemerkt, dass sie viel zu Denken hatten. Wenn du auf dem Platz zu viel denkst, wirst du langsam in den Handlungen. So war es auch", äußerte sich der 47-Jährige über die schwierigen ersten Monate.

Glasner lobt Verbesserungen im Spiel nach vorne

Auf die Frage, in welchem Bereich sein Team den größten Sprung gemacht hat, antwortete Glasner unmissverständlich: "Ganz klar im Spiel nach vorne. Das war am Anfang auch für mich nicht wirklich schön anzusehen. Wir mussten uns das hart erarbeiten, da die Spieler so viel nachgedacht haben. Jetzt sind viele Aktionen klarer und automatisierter", lobte Glasner die Entwicklung.

Auf der anderen Seite sieht Glasner auch Möglichkeiten für Verbesserungen: "Ich sehe dennoch weiterhin überall deutliches Verbesserungspotential. Ich verlange von den Spielern, dass sie sich stetig verbessern wollen." Der Ehrgeiz, sich verbessern zu wollen, auch wenn mal etwas nicht klappe, sei ihm sehr wichtig.

Glasner sieht in der Defensive noch Entwicklungspotential

Vor allem das Defensivverhalten kann Glasner zufolge noch besser werden. "Wir hatten auch eine Phase, in der Kevin Trapp ziemlich viele Unhaltbare gehalten hat und es zu mehr Gegentreffern hätte kommen können."

Arbeitete in der Hinrunde noch etwas an den Feinjustierungen: Oliver Glasner.
Arbeitete in der Hinrunde noch etwas an den Feinjustierungen: Oliver Glasner. / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Glasner denke, dass man als Team variabler geworden sei. "Aber unser Defensivverhalten muss noch besser werden", sagte der Ex-Trainer des VfL Wolfsburg.

Glasner schwärmt von Hasebe

Genau wie sein Vorgänger Adi Hütter schwärmt auch Glasner vom inzwischen fast 38-Jährigen Makoto Hasebe.

Ihm gefalle es extrem, "wie hochprofessionell Makoto Hasebe ist, der zu Beginn nicht viel gespielt hat. Nicht nur dadurch, wie er mit der Situation umgegangen ist, ist er für die anderen ein Vorbild. Ich bin sehr froh, einen solchen Spielertypen wie ihn in diesem Alter kennenlernen und mit ihm arbeiten zu dürfen."

Glasner ist sich sicher, "dass wir noch deutlich besser werden können"

Zum Abschluss des Interviews wurde Glasner folgende Frage gestellt: "Wenn du der Hinserie eine Punktzahl von eins bis zehn geben müsstest, welche wäre das?". Darauf erwiderte Glasner: Wenn es nach mir geht, bewegen wir uns zwischen fünf und sechs, wenn zehn das Beste wäre."

Für die Konkurrenz ist das durchaus eine Ansage. "Ich bin ein Trainer, der selten zufrieden ist, was mir auch nachgesagt wird, und sehe noch viel Potential. Gepaart mit dem Willen und der Bereitschaft der Mannschaft bin ich mir sicher, dass wir noch deutlich besser werden können", sagte der gebürtige Salzburger.

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