Frankfurt mit zwei Niederlagen in einer Woche: Glasner und der Spiegel

Oliver Glasner
Oliver Glasner / Martin Rose/GettyImages
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Unter der Woche wurde Eintracht Frankfurt von der SSC Neapel in die Schranken gewiesen. Am Samstag gab es eine bittere Pleite gegen RB Leipzig. Oliver Glasner gibt sich ehrlich: Seine Mannschaft habe "den Spiegel vorgehalten bekommen".

Diese Woche hat die Leichtigkeit, mit der Frankfurt über die letzten Wochen und Monate zumeist aufgetreten ist, erst einmal stark eingebremst.

Unter der Woche, im Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League, musste sich die Eintracht gegen Neapel mit 0:2 geschlagen geben. Die Qualität der italienischen Mannschaft, das Ergebnis sowie die für das Rückspiel gültige Rotsperre gegen Randal Kolo Muani machen ein Weiterkommen äußerst unwahrscheinlich.

Umso bitterer, weil sich die Frankfurter in der Königsklasse wohlzufühlen scheinen. Deshalb wollen sie sich auch erneut für den Wettbewerb qualifizieren. Von entsprechend großer Bedeutung war das Duell mit RB Leipzig am Samstagnachmittag. Doch auch dieses Spiel wurde verloren. Die 1:2-Pleite kann vor allem an einer schlechten ersten Halbzeit und zu wenigen Ideen im eigenen Ballbesitz festgemacht werden.

RB Leipzig v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Hängende Köpfe bei der Eintracht / Martin Rose/GettyImages

Glasner ernüchtert: SGE-Mannschaft muss 90 Minuten "am oberen Level" spielen, um mithalten zu können

"Wir haben in dieser Woche den Spiegel vorgehalten bekommen", musste Oliver Glasner nach der Partie ein ernüchterndes Fazit ziehen (via kicker). Diese zwei Rückschlage habe man sich "selbst zuzuschreiben", führte er weiter aus. Zugleich betonte er aber auch, dass weder das Aus in der Champions League feststeht, noch der Kampf um die Qualifikationsplätze in der Liga bereits vorbei ist.

Und trotzdem blieb es bei einer schwierigen Erkenntnis: "Wir müssen festhalten und feststellen: Wenn wir nicht 90 Minuten am oberen Level sind, dann reicht es nicht."

Offenbar ein Problem: Die Neapel-Niederlage steckte der Eintracht noch immer in den Knochen. Das thematisierte Djibril Sow ganz ehrlich: "Ich glaube schon, dass das Spiel noch im Hinterkopf war. So einen Dämpfer zu verdauen, ist nicht einfach. Wir waren ein bisschen schläfrig, auch beim ersten Gegentor. Das darf eigentlich so nicht passieren."

Glasner stimmte seinem Mittelfeldspieler zu. Auch in ihm brodele es noch ein wenig. Und doch gibt es einen Mutmacher für den Coach: "Was mich immer auch beeindruckt ist, welche Nehmer-Qualitäten meine Mannschaft zeigt, wie sie immer wieder zurückkommt."

Gerade diese Fähigkeit, sich wenn nötig auch als Stehaufmännchen zu präsentieren, wird nun umso wichtiger sein. Mit zwei Spielen in der Liga wird man sich wieder an die Top vier annähern können, ehe das Rückspiel gegen die SSC auf dem Plan steht.


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