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Eintracht Frankfurt

"Das war kein Streik!" - Kostic wehrt sich und fordert Entschuldigungen

Jan Kupitz
Filip Kostic wehrt sich
Filip Kostic wehrt sich / Oisin Keniry/Getty Images
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Filip Kostic hatte in den vergangenen Tagen für reichlich Wirbel bei der Frankfurter Eintracht gesorgt. Nun meldete sich der Serbe erstmals zu Wort, verteidigte sich - und forderte sogar Entschuldigungen an seine Person.


Vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld hatte Kostic zu unschönen Mitteln gegriffen. Der Serbe, der gerne zu Lazio Rom gewechselt wäre, soll seine Teilnahme am Abschlusstraining verweigert haben und fehlte auch beim Spiel gegen die Ostwestfalen. "Natürlich irritiert uns das Vorgehen von Filip sehr. Wir haben ihn immer als charakterfesten Profi kennengelernt, deshalb sind wir über sein Verhalten sehr überrascht", hatte Sportvorstand Markus Krösche damals kommentiert.

Zum Wechsel in die Serie A kam es bekanntlich aber nicht - vor allem, weil Lazio kein marktgerechtes Angebot für Kostic auf den Tisch legen konnte. Somit musste der Linksfuß in Frankfurt bleiben, zunächst aber eine saftige Strafe über sich ergehen lassen. Laut Bild-Angaben muss Kostic mindestens 100.000 Euro zahlen und wird für das kommende Spiel der SGE gesperrt.

Oliver Glasner
Wie wird Glasner mit Kostic umgehen? / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Oliver Glasner kündigte unlängst (via kicker) an, dass es vor allem darauf ankomme, dass Kostic sein Vertrauen zurückgewinnen könne: "Sagen wir mal, du bist in einer Beziehung und es kommt zu einem Seitensprung. Und dann sagt der Mann: Okay, ich zahle jetzt eine Geldstrafe, und alles ist wieder gut." Das würde nicht funktionieren, so Glasner, weshalb das Gespräch unter vier Augen wichtiger sei als irgendeine Geldstrafe.

Doch was sagt Kostic überhaupt zu dem ganzen Theater? Der Serbe, der in den vergangenen Tagen mit der Nationalmannschaft unterwegs gewesen war, meldete sich nun auf Instagram zu Wort - zeigte aber nicht sehr viel Reue.

"Einige Personen schulden mir eine Entschuldigung"

"Ich liebe Eintracht Frankfurt und bin dankbar für alles, was ich hier habe", begann der 28-Jährige sein Statement. So weit, so gut.

Doch dann setzte Kostic zu merkwürdigen Kommentaren an, die weitere Fragen aufwerfen. "Gegen Bielefeld war ich psychisch nicht leistungsbereit", erklärte er und meinte: "Das war kein Streik!" Dazu möchte er sich "herzlich bei den Fans entschuldigen, die falsch informiert wurden". Was auch immer das heißen mag... Zudem bedankte er sich bei seinen Teamkollegen für die Unterstützung.

Zu guter Letzte forderte er: "Einige Personen schulden mir eine Entschuldigung, aber wir haben keine Zeit uns damit zu beschäftigen, denn vor uns steht eine schwierige Saison."

Kostic versprach, dass er "psychisch stark" bleibe und "weiterhin für den Verein kämpfen" werde, da das Team ihn brauche. Mit "Eintracht Frankfurt über alles!" schloss er seine Botschaft.

In der Zusammenfassung: kein Streik, falsch informierte Fans und Personen, die ihm eine Entschuldigung schulden... Ob er so einfach bei den SGE-Bossen damit durchkommt?

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