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Bundesliga

Clinch mit Haaland: Hinteregger bezieht Stellung

Yannik Möller
Erling Haaland und Martin Hinteregger gerieten aneinander
Erling Haaland und Martin Hinteregger gerieten aneinander / Matthias Hangst/GettyImages
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Vor allem die Schlussphase beim Duell zwischen der SGE und dem BVB war emotional und angespannt. Erling Haaland und Martin Hinteregger gerieten nach den späten Dortmunder Toren aneinander. Der Verteidiger möchte den Szenen aber kaum Bedeutung beimessen.


Martin Hinteregger ist als Verteidiger kein Kind von Traurigkeit, wenn es um die notwendige Zweikampfhärte geht. Auch Erling Haaland ist nicht gerade dafür bekannt, voreilig zurückzustecken. Deshalb war es alles andere als überraschend, dass die beiden Gegenspieler beim Duell zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund immer mal wieder aneinandergerieten.

Dabei im Fokus: der kurze verbale Schlagabtausch zwischen den beiden, unmittelbar nach dem 2:2-Ausgleich durch den Kopfball von Jude Bellingham. Haaland witterte den Turnaround und wollte den Ball entsprechend schnell aus dem Netz holen. Hinteregger, frustriert vom Spielverlauf in Halbzeit zwei, schob den Norweger mitsamt Ball ins Tornetz.

Der Stürmer war wütend, sprang dem Abwehrspieler direkt vors Gesicht. Aufgrund des leeren Stadions war ein "f**k you, f**king idiot" über die Mikrofone zu vernehmen. Es kam zum kurzen Meinungsaustausch der beiden. Schiedsrichter Robert Schröder zeigte beiden die Gelbe Karte. Hätte er die Wortwahl Haalands mitbekommen, hätte sich dieser wohl kaum über eine andere Farbe beschweren dürfen.

Erling Haland, Timothy Chandler
Auch zwischen Haaland und Borre ging es kurz heiß her / Matthias Hangst/GettyImages

Eintracht mit Unmut über Haaland-Verhalten

Zumal der Eintracht ohnehin gar nicht gefiel, wie sich der begehrte Angreifer auf dem Platz verhielt, so fussball.news. Sowohl die Hinteregger-Aktion, als auch das Aneinandergeraten mit Rafael Borre sorgten für Unmut. Gegenüber dem Doppeltorschützen aus Kolumbien fragte er wiederholt provozierend "Que pasa?", also "Was ist los?", während er sich sichtbar in den Schritt griff.

Aktionen, die Hinteregger nicht zu hoch hängen möchte. "Man sollte nicht alles, was aus den Emotionen heraus auf dem Platz gesagt wird, auf die Goldwaage legen", so seine Empfehlung gegenüber der Bild. Weiter: "Haaland ist ein Top-Spieler, der alles für den Erfolg seiner Mannschaft macht."

Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc wollte die kleinen Streitszenen nach der Partie schnell vergessen machen. "Wir spielen schließlich Fußball und kein Schach", war seine Begründung.


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