Eberl-Vorstellung bei RB: "Leipzig ist nochmal über Gladbach"

Simon Zimmermann
Max Eberl wurde bei RB Leipzig offiziell vorgestellt
Max Eberl wurde bei RB Leipzig offiziell vorgestellt / Christof Koepsel/GettyImages
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Max Eberl ist der neue Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig. Am Freitagvormittag wurde der 49-Jährige bei den Sachsen offiziell vorgestellt. Sein Amt hatte er bereits am 1. Dezember angetreten. Auf der Pressekonferenz äußerte sich Eberl zu seiner Auszeit, den Zielen mit RBL, Marco Rose - und, dass er Transfers von Gladbacher Spielern nicht ausschließen könne.


"Die ersten Tage waren sehr intensiv und interessant. Ich bin voll mit Input über diesen neuen Verein", berichtete der ehemalige Gladbach-Sportchef, der Anfang des Jahres bei den Fohlen zurückgetreten war und sich seither eine elfmonatige Auszeit vom Profifußball genommen hatte.

Eberl über seine Rückkehr: "Jetzt habe ich wieder Energie"

"Es war ein extrem interessanter Prozess für mich als Mensch. Es war die beste Zeit meines Lebens für mich, auch wenn es sehr emotional war", berichtete Eberl über sein ungewöhnliches Jahr. Ob er an Depressionen gelitten habe? "Keine Ahnung. Aber es war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich stoppen musste", bekräftigte er, hielt aber auch fest: "Jetzt habe ich wieder Energie."

"Ich hatte die Sorge, dass ich mit dem Fußball bereits gebrochen habe und keinen Spaß mehr am Spiel haben würde. Ich bin undenklich dankbar, dass das nicht der Fall ist", so Eberl weiter.

Gefragt wurde Eberl auch zum Ablauf, wie sein Wechsel nach Leipzig zustande gekommen ist - einem Klub, den er in der Vergangenheit häufiger kritisierte. "Im Sommer habe ich dann aber wieder das Kribbeln und die Lust verspürt." Nach einigen Treffen hätte es sich "immer weiter konkretisiert".

Eberl vergleicht Gladbach & RB Leipzig: "andere Größenordnung"

"RB Leipzig ist ein Verein, bei dem wir uns in anderen Größenordnungen bewegen. Leipzig ist nochmal über Gladbach. Der Verein bietet unglaubliche Voraussetzungen. Da sind Dinge, von denen ich in Gladbach geträumt hätte. Die Grundlagen sind fantastisch", beschrieb Eberl den Unterschied zu seinem Ex-Klub.

Das Kapitel Mönchengladbach sei für ihn "jetzt geschlossen": "Ich glaube, dass ich dem Verein viel geben konnte. Jetzt würde ich gerne nur noch über die Zukunft sprechen wollen."

Mit RB Leipzig wolle er nun große Ziele verfolgen. Ein Grund, warum Eberl verpflichtet wurde ist, dass er den Verein auf die nächsthöhrere Stufe bringen soll. Eine Kampfansage vermied der neue RBL-Sportchef aber: "Ich kann nicht sagen, dass wir in drei Jahren deutscher Meister werden. Es ist ein stetiger Prozess." Und dennoch betonte Eberl: "Irgendwann möchte ich nicht nur in die Champions League kommen, sondern auch mehr erreichen. Bayern München ist ein übermächtiger Gegner, aber ich möchte den größtmöglichen Erfolg umsetzen."

Eberl über Verhältnis zu Rose und Transfers aus Gladbach

Um den Prozess fortzuführen wollte Eberl auch keine Transfers von seinem Ex-Klub ausschließen: "Natürlich werden wir auch schauen, ob es in Mönchengladbach interessante Spieler für RB Leipzig gibt. Ich werde nicht sagen, dass ich aus Gladbach keinen Spieler hole."

Gesprochen hat Eberl auch über Marco Rose, der unter seiner Amtszeit Gladbach mit einigen Nebengeräuschen gen Dortmund verlassen hatte. "Es war 0,0 ein Bruch in unserer Beziehung", versicherte Eberl. "Im Gegenteil, sie ist sogar intensiver geworden, weil wir uns einigen Einschlägen von außen ausgesetzt sehen mussten."

Nun arbeiten beide wieder zusammen. Rose war als Nachfolger von Domenico Tedesco noch vor Eberls Verpflichtung nach Leipzig gewechselt.


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