Borussia Mönchengladbach

Vor Duell mit RB Leipzig: Gladbach-Ultras kündigen Protest an

Daniel Holfelder
Die Gladbacher Ultra-Gruppierung "SOTTOCULTURA" kündigt für das Spiel gegen RB Leipzig eine Protestaktion an
Die Gladbacher Ultra-Gruppierung "SOTTOCULTURA" kündigt für das Spiel gegen RB Leipzig eine Protestaktion an / Alex Grimm/GettyImages
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Die Gladbacher Ultra-Gruppierung "SOTTOCULTURA" wendet sich in einem offenen Brief gegen das "Konstrukt" RB Leipzig und kündigt für das Spiel zwischen der Borussia und den Leipzigern eine Protestaktion an.


Wie die Ultras auf ihrer Website sottocultura.de mitteilen, werden "die ersten 19:00 Minuten [der Partie] im Zeichen des bekannten und etablierten Protests gegen Red Bull und für unseren Traditionsverein seit 1900 stehen."

Die Anhänger nehmen in ihrem Statement Bezug zum kürzlich veröffentlichten Brief des "FPMG Supporters Club", in dem der ehemalige Borussia- und heutige RB-Trainer Marco Rose, aber vor allem Max Eberl, den es aller Voraussicht nach ebenfalls nach Leipzig zieht, scharf kritisiert werden. SOTTOCULTURA schließt sich der Meinung des Supporters Club an, will sich jedoch abseits der Causa Eberl ganz grundsätzlich "gegen das Produkt aus Leipzig" positionieren.

Weiter heißt es in der Mitteilung der Ultras: "Spiele gegen dieses Konstrukt dürfen niemals zur Normalität werden. Und weil dieser Satz schon x-mal in irgendwelchen Stellungnahmen und Publikationen, auch unserer Gruppe, rauf- und runtergebetet worden ist, wiederholen wir ihn hier nochmal in aller Deutlichkeit: Spiele gegen Red Bull sind nicht normal." (Hervorhebung im Orginal)

"Wir dürfen uns einfach nicht daran gewöhnen, dass unser Gegner ein reines Marketing-Produkt eines Getränkeunternehmens ist, da der Kampf gegen diese Auswüchse des modernen Fußballs sonst bereits gescheitert ist. Der Fußball hat bereits zu viele Krebsgeschwüre in sich, die Bundesliga beherbergt viel zu viele 50+1-Ausnahmen und Investorenvereine, als dass wir es uns erlauben könnten, die Kritik an unserem Gegenüber verstummen zu lassen."

Bislang haben weder RB Leipzig noch die Fohlen selbst auf das Schreiben der Ultras reagiert.


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