Drei mögliche Zukunfts-Szenarien für Fortuna-Shootingstar Tzolis

Die Zukunft von Fortuna-Star Christos Tzolis war lange ungewiss. Die Düsseldorfer besaßen bei der Norwich-Leihgabe zwar eine Kaufoption, können sich eine Weiterbeschäftigung des Topscorers aber kaum leisten. Mittlerweile wurde eine Entscheidung offiziell bestätigt.
Christos Tzolis in der Relegation gegen den VfL Bochum
Christos Tzolis in der Relegation gegen den VfL Bochum / UWE KRAFT/GettyImages
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  • Update: Die Fortuna hat die Kaufoption bei Tzolis gezogen. Dabei musste der Klub aber einen Kompromiss eingehen. Zur offiziellen Meldung.

Natürlich war es auch ein großer Verdienst von Christos Tzolis, dass es für Fortuna Düsseldorf überhaupt die Chance zum Aufstieg durch die Relegation gab. Mit seinen 22 Toren und sieben direkten Vorlagen in der 2. Bundesliga war er maßgeblich für die erfolgreiche Saison seiner Mannschaft mitverantwortlich.

Doch nun ist seine Zukunft weiter offen. Immerhin ist der 22-Jährige nur von Norwich City an die Fortuna ausgeliehen. Entsprechend stellt sich weiterhin die Frage, wo Tzolis in der nächsten Saison aufspielt. Die Bild nennt dahingehend drei mögliche Szenarien.

Der erste Fall wäre der theoretisch einfachste, aber doch kaum umsetzbar: Düsseldorf würde die Kaufoption bedienen, die bei 3,5 Millionen Euro an Ablöse liegt und dazu ein bereits ausgehandeltes Gehalt von etwa einer Million Euro zahlen. Tzolis würde also fest verpflichtet werden und bleiben. Diese Rahmenbedingungen stehen schon fest und wären somit umsetzbar - allerdings wohl kaum in finanzieller Hinsicht für den Zweitligisten.

So würde die Fortuna zwar einen großen Leistungsträger behalten, müsste sich in der weiteren Kaderplanung aber sehr zurückhalten. Die finanziellen Möglichkeiten für weitere Verstärkungen wäre schon fast gänzlich aufgebraucht, selbst wenn man von einem Verkauf von Ao Tanaka ausgeht.

Christos Tzolis
Tzolis wird wohl nicht bei der Fortuna bleiben / Frederic Scheidemann/GettyImages

Im zweiten Fall zieht die Fortuna die Kaufoption nicht und Tzolis würde - vorerst - zu Norwich City zurückkehren. Dort würde er aber nicht bleiben und somit weiterverkauft werden. Das wäre dann aber unabhängig von Düsseldorf. So gäbe es zwar mehr finanziellen Spielraum, aber auch einen sehr wichtigen Spieler weniger.

Und im dritten Fall, womöglich sogar dem wahrscheinlichsten, würde Düsseldorf die Kaufoption zunächst aktivieren und somit die 3,5 Millionen Euro zahlen - und Tzolis im Anschluss direkt weiterverkaufen. Er würde also verpflichtet werden, aber anschließend nicht bleiben. Für die Fortuna gäbe es die große Wahrscheinlichkeit für ein Plusgeschäft, weil der eigene Verkauf wohl spürbar mehr Geld einbringen, als die Kaufoption kosten würde. Seinen Marktwert schätzt das Portal transfermarkt auf zurzeit auf sieben Millionen Euro.

Tzolis hätte somit die Aussicht auf einen Wechsel zu einem Erstligisten, womit er sich den Wunsch nach der Bundesliga trotz der gescheiterten Relegation doch noch erfüllen könnte. Und die Düsseldorfer müssten sich zwar von ihm verabschieden, könnten dadurch aber wiederum etwas mehr Geld in den weiteren Kader investieren, um in der nächsten Saison erneut den Angriff auf die Top drei zu wagen. Dann allerdings ohne den jungen Griechen.


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