BVB

Druck auf Malen wächst: "Muss am Mindset arbeiten"

Jan Kupitz
Donyell Malen ist beim BVB noch nicht angekommen
Donyell Malen ist beim BVB noch nicht angekommen / BSR Agency/GettyImages
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Bei der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig blieb Donyell Malen wieder einmal blass. Die BVB-Bosse erhöhen so langsam den Druck auf den Niederländer.


Stolze 30 Millionen Euro hat Malen den BVB im Sommer gekostet. Und auch wenn man sich in Dortmund bewusst war, dass der 22-jährige Niederländer ein wenig Anlaufzeit benötigt, so muss man nach dem ersten Drittel der Saison ein sehr ernüchterndes Fazit ziehen.

Erst ein Treffer gelang Malen in 17 Pflichtspieleinsätzen im schwarz-gelben Dress - beim 1:0-Sieg gegen Sporting. Es war ein wichtiges Tor. Doch der Brustlöser für Malen, wie man es damals geglaubt oder zumindest erhofft hatte, war es nicht. Auch Mitte November fremdelt der Niederländer spürbar mit dem BVB-System und seinen Mitspielern, Bindung zum Spiel kommt keine auf.

Gegen RB Leipzig bildete Malen in Abwesenheit des noch länger verletzten Erling Haaland die alleinige Sturmspitze, enttäuschte aber - mal wieder - auf ganzer Linie. Nur zwölf Pässe spielte er in seinen 71 Minuten Einsatzzeit, gerade einmal die Hälfte davon fand den Mitspieler. An einem Torschuss war er nicht beteiligt, dafür stand er zweimal im Abseits. "Seine auffälligsten Szenen", könnte man spöttisch sagen.

Beim BVB hat man die enttäuschenden Leistungen des Stareinkaufs selbstverständlich auch wahrgenommen und erhöht langsam, aber sicher den Druck. "Für Donny geht es darum, sich an die Bundesliga zu gewöhnen, an das Tempo, an die Physis. Aber er muss auch an seinem Mindset arbeiten", forderte Marco Rose gegenüber dem kicker. "Es ist wichtig, dass er auch gegen den Ball viel Energie aufwendet, um dadurch in andere Situationen zu kommen."

Malen "bietet zu wenig an"

Etwas deutlichere Worte fand Michael Zorc - wenngleich der Sportdirektor auch klarstellte, dass man weiterhin Geduld mit Malen habe. "Es ist klar, dass Donny noch nicht das zeigt, was wir uns erhofft haben. Er strahlt zu wenig Torgefahr aus und bietet zu wenig an. Daran müssen wir mit ihm arbeiten."

In Dortmund ist man trotz des schwachen Starts weiterhin von den Qualitäten des 22-Jährigen überzeugt. So langsam muss der Angreifer das Vertrauen aber auch zurückzahlen.

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