Dominanter 4:0-Heimsieg gegen Prag: Leverkusen zieht als Gruppensieger in die K.o.-Runde der Europa League ein

Leon Bailey schoß Leverkusen mit einem Doppelpack zum Gruppensieg
Leon Bailey schoß Leverkusen mit einem Doppelpack zum Gruppensieg / INA FASSBENDER/Getty Images
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Bayer Leverkusen hat sich mit einem souveränen 4:0-Heimerfolg im Endspiel um den Gruppensieg gegen Slavia Prag Platz eins gesichert. Die Werkself geht so als gesetztes Team ins Europa-League-Sechzehntelfinale.


Tore:
1:0 - Bailey (8. Minute, Vorlage Bellarabi)
2:0 - Bailey (32., Schick)
3:0 - Diaby (59., Sinkgraven)
4:0 - Bellarabi (90.+1, Diaby)


Endspiel in der BayArena. Zumindest um den Sieg in Europa-League-Gruppe C. Qualifiziert für die K.o.-Runde waren vor dem letzten Gruppenspieltag sowohl Spitzenreiter Slavia Prag, als auch Bayer Leverkusen. Die Punktgleichen Kontrahenten stritten sich nur noch um Rang eins. Bayer 04 brauchte dafür nach der Hinspiel-Pleite einen Sieg.

Ganz so hoch hängen wollte Trainer Peter Bosz die Partie aber dann wohl doch nicht. Neben dem erneut verletzten Sven Bender fehlten auch Keeper Lukas Hradecky und Florian Wirtz komplett im Aufgebot. Auch Lucas Alario stand noch nicht wieder im Kader. Dementsprechend gab es einige Veränderungen. Die auffälligste: Anstelle von Hradecky stand Niklas Lomb zwischen den Pfosten.

Die Werkself legte gleich super los. Schon in der 8. Minute war Leon Bailey zur Stelle und netzte zur Führung der Hausherren ein. Nach einem guten, öffnenden Pass von Sinkgraven brachte Bellarabi die Kugel flach nach innen, wo zunächst Schick verpasste, hinter ihm am zweiten Pfosten aber der Jamaikaner zur Stelle war.

In der 16. Minute war es erneut Bailey der das 2:0 auf dem Fuß hatte. Den Doppelpack verhinderte allerdings Slavia-Keeper Kolar. Zehn Minuten später hatte Leverkusen Pech: Sinkraven staubte einen Bellarabi-Schuss ab, der Linienrichter hob allerdings die Fahne - zu unrecht. Denn Sinkgraven stand nicht mal auf gleicher Höhe zum letzten Verteidiger. Da es den VAR in der Europa League nicht gibt, blieb es beim 1:0.

Wenig später aber dann doch das zweite Tor für Bayer. Bailey ließ sich den Doppelpack nicht nehmen. Schick platzierte in der 32. Minute eine Flanke per Kopf (oder besser: der Schulter) nur an den Pfosten, beim Abpraller war der Doppelpacker zur Stelle.

Leverkusen bleibt in Halbzeit zwei dominant - und verpasst höheren Sieg

Zur Pause blieb der Doppelpacker in der Kabine, Moussa Diaby kam für den Jamaikaner in die Partie. Kräfte aufteilen, war die Devise von Peter Bosz.

Diaby für Bailey? Logisch, dass der Franzose mit dem Toreschießen nachziehen musste. In der 59. Minute wurde Diaby von Sinkgraven mit einem Schnittstellenpass bedient und der Flügelflitzer vollendete souverän - 3:0 für Bayer! Der Gruppensieg war eingetütet.

Diaby traf in der 89. Minute noch einmal die Latte. Bellarabi machte es zwei Minuten später besser und sorgte mit dem 4:0 für den Schlusspunkt.

Die Tschechen konnten in keiner Phase des Spiels gegen die Leverkusener Dominanz angehen. Am Ende stand ein souveräner 4:0-Heimerfolg, der locker noch ein paar Tore höher hätte ausfallen können. Aber auch so reichte es für die Werkself zum Gruppensieg, der im Sechzehntelfinale eine leichteres Los, und vor allem ein Heimspiel im zweiten Duell garantiert. Leverkusen bleibt voll auf Kurs!