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Eintracht Frankfurt

Hohe Ausstiegsklausel: Eintracht Frankfurt ab Sommer ohne Sow?

Marc Knieper
Djibril Sow (24) könnte der Eintracht schon bald eine Menge Geld in die Kassen spülen
Djibril Sow (24) könnte der Eintracht schon bald eine Menge Geld in die Kassen spülen / BSR Agency/GettyImages
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Djibril Sow blitzt bei Eintracht Frankfurt aktuell immer wieder mit sehr starken Leistungen auf. Dass die Hessen ihren Mittelfeld-Profi bis Ablauf seines Vertrages oder auch darüber hinaus halten können, gilt deshalb und wegen der finanziellen Knappheit am Main als ziemlich unwahrscheinlich.


Gemeinsam mit Kristijan Jakic bildet er derzeit die überzeugende und bockstarke Schaltzentrale der Eintracht. Djibril Sow, damals noch wegen seiner (zu) hohen Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro belächelt, drückt dem Frankfurter Spiel längst seinen Stempel auf.

Während die Adlerträger in ihrer selbsternannten Übergangssaison gerade einmal auf dem zwölften Tabellenplatz umherirren, reiht sich beim Schweizer Nationalspieler Bestwert an Bestwert. Sow stand in dieser Saison bis dato immer in der Startelf, weist hinter Kevin Trapp die meisten Pflichtspielminuten (1.640) auf und ist der Dauerläufer im Glasner-Team.

Djibril Sow im Duell mit Jordan Jones
Djibril Sow (l.) ist 24-facher Schweizer Nationalakteur / Eurasia Sport Images/GettyImages

146,60 Kilometer legte er bisher zurück. Mannschaftskollege Rafael Santos Borré (127,68 km) kommt als Zweitplatzierter auf fast 20 Kilometer weniger. Hinter Bielefelds Manuel Prietl (159,89 km) steht Sow damit sogar auf dem zweiten Rang bundesligaweit. Und als wäre all das nicht schon stark genug, so grüßt Sow auch einem Anteil von 88,4 Prozent angekommener Pässe von der vereinsinternen Spitze.

Djibril Sow: Marktwert und Interesse anderer Klubs steigen

Der Marktwert des 24-Jährigen hat sich im Vergleich zum Dezember letzten Jahres mehr als verdoppelt. Damals noch bei sieben Millionen Euro, liegt er laut transfermarkt.de nun bei 15 Millionen Euro. Interessierte Klubs müssten künftig aber noch tiefer in die Tasche greifen.

Denn wie die Bild berichtet, befindet sich in seinem bis 2024 datierten Arbeitspapier eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro. Die dürfte wegen des eingebrochenen Corona-Marktes zwar nicht gänzlich greifen, aber da die Eintracht nicht gerade in Kohle schwimmt und Sow sich gerade ins Rampenlicht kickt, dürfte Sport-Vorstand Markus Krösche auch unterhalb der 30-Millionen-Marke schwach werden.


Sows Leistungen pro Verein:

  • Eintracht Frankfurt: 88 Spiele, 2 Tore, 10 Assists
  • BSC Young Boys: 77 Spiele, 4 Tore, 11 Assists
  • Gladbach II: 32 Spiele, 6 Tore, 7 Assists
  • FC Zürich U18: 27 Spiele, 4 Tore, 0 Assists
  • FC Zürich U21: 20 Spiele, 0 Tore, 1 Assist
  • Gladbach: 3 Spiele, 0 Tore, 0 Assists

Sow jedenfalls hat große Ambitionen und einen klaren Karriereplan. Ein langfristiger Verbleib sei nur denkbar, "wenn er sich nicht schneller entwickelt als der Klub", so das Boulevardblatt. Doch genau das ist gerade der Fall. Neben den namhaften Eintracht-Profis à la Filip Kostic, Evan Ndicka und Daichi Kamada hat auch Sow im Sommer gewiss einen (großen) Markt.

Gut möglich, dass die Frankfurter ihren zentralen Dreh- und Angelpunkt dann nach drei Jahren ziehen lassen (müssen).

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