Die zwei Halbzeit-Gesichter der Frankfurter Eintracht

Adrian Huth
Andre Silva nach einer vergebenen Torchance
Andre Silva nach einer vergebenen Torchance / DANIEL ROLAND/Getty Images
facebooktwitterreddit

Eintracht Frankfurt und die 1. Halbzeit - das sind zwei Dinge, die einfach nicht zusammen funktionieren wollen. In Abschnitt zwei drehen die Adler dagegen regelmäßig auf.

Zur Ehrenrettung muss man sagen: Die Statistiken zeigen auch in dieser Saison, dass das Übergewicht an Bundesliga-Toren in der 2. Halbzeit fällt und die ersten 45 Minuten nicht ganz so "heiß" verlaufen. Bei der Frankfurter Eintracht fällt diese Diskrepanz unter Adi Hütter aber besonders ins Auge.

Bestes Beispiel: Am 3.Spieltag der laufenden Saison musste die Eintracht zuhause gegen die TSG aus Hoffenheim ran und lag trotz einiger Chancen bis zur Halbzeit 0:1 hinten. Das änderte sich jedoch rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff und dem Tor zum Ausgleich von Daichi Kamada. In der 71. Minute erzielte Bas Dost den Siegtreffer für die Adler.

Ähnliches zeigte sich bereits am 1.Spieltag, als die Eintracht zuhause auf die Arminia aus Bielefeld traf und es bis zur 50. Minute der Partie noch 0:0 stand. Die Arminia traf in der 51. Minute zum 0:1 bevor die Eintracht in der 62. Minute zum 1:1 und dem damit verbundenen Endstand traf.


Eintracht Frankfurt in der Bundesliga seit der Saison 2019/20:

Tore 1. Halbzeit: 18 - Tore 2. Halbzeit: 47


Doch woran liegt es, dass die Frankfurter nur in der 2.Halbzeit können? Es ist schwer zu sagen, woran es liegt. Man kann aber sagen, dass Trainer Adi Hütter ein Händchen dafür hat, seine Mannschaft doch noch "heiß" zu machen und Niederlagen zu vermeiden. In der Vergangenheit hat sich ebenso gezeigt, dass Hütter mit gekonnten Wechseln, Niederlagen abwenden konnte und mit seinen Jokern manchmal auch noch den Sieg einwechselte.

Adi Hütter nach einem Treffer für die Eintracht aus Frankfurt
Adi Hütter nach einem Treffer für die Eintracht aus Frankfurt / Matthias Hangst/Getty Images

Abschließend muss man auf den Trainer vertrauen, denn nur er weiß, wie die Mannschaft funktioniert und wie er arbeiten muss, um Niederlagen zu verhindern. Hütter gilt in seiner Halbzeitansprache als besonnen, wird selten laut. Vielmehr versucht er seinen Spielern konkrete Lösungsansätze an die Hand zu geben und ihnen Mut zuzusprechen.

Für alle Eintracht-Fans da draußen heißt das also:
Habt Vertrauen in Adi, denn er hat die Eintracht bis ins Halbfinale der Europa League (2018/2019) gegen den FC Chelsea gebracht.

Eintracht Frankfurt nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea im Halbfinale der Europaleague (2018/2019)
Eintracht Frankfurt nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea im Halbfinale der Europaleague (2018/2019) / Visionhaus/Getty Images
facebooktwitterreddit