90min
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Die Exoten der Bundesliga: Estland, Simbabwe und Co.

Artjoms Rudnevs
Spieler wie Rudnevs sind in der Bundesliga keine Seltenheit | TF-Images/Getty Images

Die Bundesliga gehört zu den attraktivsten Profi-Ligen im Spitzenfußball. Da verwundert es nicht, dass auch viele ausländische Spieler ihr Glück in Deutschland versuchen. Dabei zog es schon einige Exoten ins Oberhaus. 90min präsentiert die Spieler, die als einzige aus ihrem Land den Weg in die Bundesliga fanden. (Quelle: transfermarkt.de)

1. Ronny Marcos - Mosambik

Ronny Marcos
Marcos sammelte 677 Bundesligaminuten | Oliver Hardt/Getty Images

Gerade einmal neun Spiele absolvierte Ronny Marcos in der Bundesliga. Im Dress des HSV konnte sich der Linksverteidiger nicht genug behaupten. Bis heute ist der gebürtige Oldenburger der einzige Mosambike, der je im deutschen Oberhaus auflief. Aktuell ist er für die Kickers Offenbach aktiv.

2. Sandro Wieser - Liechtenstein

Wieser blieb nur eineinhalb Jahre in Deutschland
Wieser blieb nur eineinhalb Jahre in Deutschland | DANIEL ROLAND/Getty Images

Die Bundesliga-Geschichte von Sandro Wieser ist schnell erzählt. Der für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim verpflichtete Mittelfeldspieler absolvierte einen Kurzeinsatz in der höchsten Spielklasse. Allerdings schaffte es bisher kein anderer Spieler aus Liechtenstein so weit.

3. Alexander Huber - Tadschikistan

Der nächste Exot in unserer Liste ist Alexander Huber. Geboren in der UdSSR verbrachte der rechte Verteidiger seine gesamte Karriere in Deutschland. Zu seinem Bundesligadebüt kam er schon 2006 für die Frankfurter Eintracht. Mit seinem Debüt für die Nationalmannschaft von Tadschikistan wurde seine Vita deutlich einzigartiger.

4. Marcelo Moreno - Bolivien

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Werders Angreifer Moreno konnte nur im Pokal jubeln | MICHAEL KAPPELER/Getty Images

Speziell in Südamerika gibt es viele bolivianische Fußballer, die sich als Stars bei ihren Klubs etablieren konnten. In der Bundesliga gab es bis jetzt nur einen einzigen. Fünf Ligapartien bestritt Marcelo Moreno während seiner halbjährigen Leihe bei Werder Bremen. Danach war der Name des 73-fachen Nationalspielers schnell wieder vergessen.

5. Chhunly Pagenburg - Kambodscha

Pagenburg lief überwiegend für Nürnbergs zweite Mannschaft auf
Pagenburg lief überwiegend für Nürnbergs zweite Mannschaft auf | AFP/Getty Images

Aus dem fernen Kambodscha zog es ebenfalls erst einen Spieler nach Deutschland. Chhunly Pagenburg wurde zwar in Nürnberg geboren, lief aber für die Nationalmannschaft seiner Herkunft auf. Den Schritt zum Profi machte er ebenfalls beim Club, wo er es auf zwölf Einsätze im Oberhaus brachte. Mit 27 Jahren beendete er seine Karriere dann relativ rasch.

6. Charlison Benschop - Curaçao

Charlison Benschop
Benschop kostete Hannover einst 1,5 Millionen Euro | TF-Images/Getty Images

Viele niederländische Fußballer haben Wurzeln in Curaçao. Die meisten entscheiden sich allerdings für die Elftal. Nicht so Charlison Benschop, der eine insgesamt ordentliche Karriere durchlebte. Nach starken Zweitligajahren mit Düsseldorf erhielt er Bewährungschancen bei Hannover 96. Zwei Mal traf er in 16 Ligaspielen.

7. Almami Moreira - Guinea-Bissau

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Für den HSV absolvierte Moreira 22 Partien | DAVID HECKER/Getty Images

Für Almami Moreira war die Bundesliga eine seiner besseren Stationen. Zwar verbrachte der offensive Mittelfeldspieler aus Guinea-Bissau nur eine Saison beim HSV, doch sechs Torbeteiligungen sind zumindest vorzeigbar. Einen Landsmann gab es in Deutschland seit dem nicht.

8. Knowledge Musona - Simbabwe

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Der quirlige Musona blieb in der Liga torlos | CHRISTOF STACHE/Getty Images

Heute ist Knowledge Musona in Belgien aktiv. Vor nicht allzu langer Zeit war der Angreifer aus dem Simbabwe aber auch in der Bundesliga tätig. Mit der TSG Hoffenheim und dem FC Augsburg war er überwiegend erfolglos. Doch seine 30 Bundesliga-Einsätze dürfte er bis heute nicht vergessen haben.

9. Ragnar Klavan - Estland

Ragnar Klavan
Klavan hatte seine besten Jahre in Deutschland | TF-Images/Getty Images

An Ragnar Klavan können sich die deutschen Fans noch gut erinnern. Vier Jahre lang stand der Este in Augsburg unter Vertrag. Danach zog es den Innenverteidiger sogar zum FC Liverpool. In seiner Vita stechen aber vor allem die 125 Partien in der obersten deutschen Spielklasse heraus. Für die Nationalelf waren es sogar 126.

10. Evans Wise - Trinidad und Tobago

Trinidad and Tobago's midfielder Evans W
Wise absolvierte 18 Länderspiele | AFP/Getty Images

Über 20 Jahre liegt der letzte Bundesliga-Einsatz von Evans Wise schon zurück. Der heute 43-Jährige war der bisher einzige in Deutschland aktive Profi aus Trinidad und Tobago. Damals war es der SSV Ulm, der dem Linksaußen ein fußballerisches Zuhause gab. Mehr als neun Ligaspiele sprangen allerdings nicht heraus.

11. Ben Manga - Äquatorialguinea

Aus dem kleinen westafrikanischen Äquatorialguinea schaffte es erst ein Fußballer in die deutsche Erstklassigkeit. Ben Manga begann und beendete seine Laufbahn allerdings in unteren Spielklassen. Seine größten Erfolge feierte er mit drei Einsätze für Fortuna Düsseldorf, die er schon 1995 absolvierte.

12. Jiloan Hamad - Irak

Jiloan Hamad
15 Mal lief Hamad im Oberhaus auf | Simon Hofmann/Getty Images

Jiloan Hamad hat eine ungewöhnliche Laufbahn hinter sich. Der in Baku geborene Rechtsfuß spielte lange in Schweden, absolvierte sogar 49 U-Nationalspiele für die Skandinavier und schaffte den Sprung in die A-Auswahl. 2019 debütierte er allerdings für den Irak und wechselte somit seine Nationalität. Damit erreichte der einstige Hoffenheimer ein Alleinstellungsmerkmal.

13. Michael Mifsud - Malta

Michael Mifsud
Maltas Rekordspieler Mifsud klapperte viele Stationen ab | Robert Cianflone/Getty Images

Der Fußballzwerg Malta stellte bisher nur wenige international erfolgreiche Spieler. In die Bundesliga schaffte es bisher nur Michael Mifsud, der ursprünglich für die Junioren des 1. FC Kaiserslautern aktiv war. Von 2001 bis 2003 schaffte er es aber immer wieder in den Bundesliga-Kader. 21 Partien und zwei Tore stehen bis heute zu Buche.

14. Chong Tese - Nordkorea

North Korea's defender Jong Tae-Se jumps
An Tese werden sich nur noch die wenigsten erinnern | JEWEL SAMAD/Getty Images

Außerhalb der Grenzen gibt es nicht viele nordkoreanische Spieler. Vor allem in Europa sind sie eine Rarität. Mit Chong Tese hat es allerdings ein Akteur nach Deutschland geschafft. Mit dem Effzeh absolvierte er fünf Ligaspiele - der Erfolg hielt sich in Grenzen.

15. Pierre-Emerick Aubameyang - Gabun

Auba, Pierre-Emerick Aubameyang
Bis auf den Abgang war Aubameyangs Kapitel in Deutschland märchenhaft | TF-Images/Getty Images

Der mit Abstand erfolgreichste Exot unserer Liste ist Pierre-Emerick Aubameyang. Nicht nur seine gesamte Laufbahn ist beeindruckend. Auch die viereinhalb Jahre mit dem BVB waren für den Gabuner herausragend. 98 Treffer erzielte er allein in der Bundesliga. Dazu brachte er den Dortmundern eine Transfersumme von fast 65 Millionen Euro ein.

16. Melvyn Lorenzen - Uganda

Melvyn Lorenzens
Lorenzen ist bis heute der einzige Bundesligaspieler aus Uganda | TF-Images/Getty Images

Aktuell ist Melvyn Lorenzen vereinslos. Früher hatte er durchaus die Chance auf eine vielversprechende Karriere. Bei Werder Bremen gehörte er zwei Jahre zum Profi-Kader und absolvierte unter anderem 14 Ligapartien. Der Durchbruch blieb dem damaligen Youngster allerdings verwehrt.

17. Artjoms Rudnevs - Lettland

Artjoms Rudnevs
Rudnevs hat 22 Bundesligatore auf seinem Konto | TF-Images/Getty Images

Der einzige Spieler unserer Liste, der gleich für drei Bundesligaklubs auflief, ist Artjoms Rudnevs. Mit dem Hamburger SV, dem 1. FC Köln und Hannover 96 war der Lette 108 Mal im Oberhaus aktiv. Einen weiteren Spieler aus Lettland hat es bisher nicht gegeben.

18. Johan Audel - Martinique

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Audel absolvierte nur drei Partien in der Bundesliga | THOMAS KIENZLE/Getty Images

Der bisher erste und letzte aus Martinique stammende Bundesligaprofi ist Johan Audel. Der Linksaußen entschied sich gegen seine französischen Wurzeln und absolvierte sechs Partien für die Nationalmannschaft des Inselstaats. In drei Jahren brachte er es für Stuttgart auch verletzungsbedingt nur auf vereinzelte Einsätze. Durch einen Kreuzbandriss fehlte er dem VfB 604 (!) Tage.