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Bundesliga

DFL hält auch angesichts der Mutationen am Hygienekonzept fest

Yannik Möller
Mar 2, 2021, 7:32 PM GMT+1
Der Fußball läuft auch in Deutschland im Zeichen von Corona
Der Fußball läuft auch in Deutschland im Zeichen von Corona | Visionhaus/Getty Images
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Durch den Corona-Ausbruch bei Zweitligist Jahn Regensburg, wo es alleine vier Fälle der britischen Mutation gibt, hat sich die DFL bezüglich des geltenden Hygienekonzepts zu Wort gemeldet. Der Verband teilte mit, dass es bei den bestehenden Regeln bleiben wird. Sie werden auch weiterhin für wirksam erachtet.

Im deutschen Fußball ist Jahn Regensburg der aktuell prominenteste und größte Fall von Corona-Infektionen. Beim Team aus der 2. Bundesliga sind nicht nur ein oder zwei Spieler infiziert, wie es hier und da schon häufiger der Fall war, sondern gleich acht Personen.

Bei vier der Betroffenen sei die britische Mutationsvariante nachgewiesen worden, wie das zuständige Gesundheitsamt auf ARD-Nachfrage mitteilte. Möglich sei es zudem, dass auch die vier weiteren Personen diese Variante tragen, das sei jedoch noch nicht klar. Aufgrund eines noch nicht nachzuvollziehenden Infektionsgeschehens wurde die ganze Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne geschickt. Das Pokalspiel gegen Werder Bremen wurde dementsprechend verschoben.

DFL hält am "anerkannten medizinisch-hygienischen Konzept" fest - keine Probleme bei konsequenter Umsetzung

Dieses Vorkommnis schien der DFL ein Anlass zu sein, sich nochmals bezüglich der geltenden Konzepte und Regeln zu äußern. Der Verband teilte in einem Statement mit, dass die bestehenden Maßnahmen auch weiterhin fortgeführt und (zumindest vorerst) nicht angepasst oder gar verschärft werden.

"Das anerkannte medizinisch-hygienische Konzept, das bereits mehrfach weiterentwickelt wurde und zu dem es inzwischen verschiedene Ergänzungen gibt, ist auch weiterhin die Grundlage für den Spielbetrieb", so Task-Force-Leiter Prof. Dr. Tim Meyer. Dennoch verfolge man die neuen Entwicklungen ganz genau.

Da es immer wieder zu neuen Aspekten der Virusbekämpfung komme, im Profifußball wie in der Gesellschaft allgemein, sei "eine hohe Disziplin aller Beteiligten unerlässlich", betonte Meyer zudem. Es sei wichtig, gegebenenfalls auf neuartige Trends - also ein erhöhtes Infektionsgeschehen beispielsweise - reagieren zu können. Allerdings würde nicht direkt jeder Einzelfall "automatisch eine Anpassung erprobter Konzepte erfordern".

Auch Ansgar Schwenken, Mitglied der Geschäftsleitung der DFL, blieb optimistisch. Er zeigte sich davon überzeugt, "dass bei konsequenter Umsetzung und entsprechender Darlegung aller Maßnahmen des Konzepts eine Verhängung von pauschalen Mannschaftsquarantänen in der Regel nicht erforderlich ist". Damit würde Regensburg hoffentlich einer der wenigen Einzelfälle bleiben.

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