Nach weniger als einem Jahr: DFL-Chefin Hopfen vor dem Aus

Daniel Holfelder
Donata Hopfen
Donata Hopfen / Matthias Hangst/GettyImages
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Donata Hopfens Zeit als DFL-Geschäftsführerin scheint nach nicht einmal einem Jahr schon wieder vorbei zu sein. Der Aufsichtsrat der DFL könnte schon in der kommenden Woche die Vertragsauflösung mit der 46-Jährigen beschließen.


Das berichtet der Kicker. Demnach wird im sechsköpfigen Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Watzke sowie unter Hopfens acht DFL-Präsidiumskollegen seit einigen Wochen über die Zukunft der Funktionärin diskutiert. Hopfen hatte zu Jahresbeginn die Nachfolge von Christian Seifert angetreten, der von 2005 bis 2021 erfolgreich an der DFL-Spitze gestanden hatte.

Nach Ansicht vieler Entscheidungsträger sei es der ehemaligen Digitalberaterin von BCG Digital Ventures und Vorsitzenden der Verlagsgeschäftsführung der Bild-Gruppe in den zurückliegenden Monaten nicht gelungen, sich zu profilieren. Sowohl in der Debatte um die 50+1-Regel und bei den Forderungen des Bundeskartellamtes als auch in Sachen Digitalisierung, Internationalisierung oder im Rahmen der Ausschreibung der Medienrechte ab Sommer 2025 würden führende Köpfe in der Liga eine klare Handschrift vermissen.

Zudem sei es um die Stimmung in der DFL-Zentrale in Frankurt nicht zum Besten bestellt. Mehrere langjährige Mitarbeiter hätten die DFL in den vergangenen Monaten verlassen. Da Hopfens Vertrag noch bis zum 31.Dezember 2024 datiert ist, würde im Falle einer Trennung eine üppige Abfindung fällig. Wer auf die studierte Betriebswirtin folgen könnte, ist unklar.


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