Frauen-Bundesliga

DFB-Studie: Entwicklungschancen der Frauen-Bundesliga in den nächsten zehn Jahren

Daniel Holfelder
Die Frauen-Bundesliga und Meister VfL Wolfsburg dürfen optimistisch in die Zukunft blicken
Die Frauen-Bundesliga und Meister VfL Wolfsburg dürfen optimistisch in die Zukunft blicken / Christof Koepsel/GettyImages
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Der DFB hat in Zusammenarbeit mit der Sportmarketing-Agentur Two Circles das Wachstumspotenzial der Frauen-Bundesliga untersucht. Die Ergebnisse im Überblick:


Nach DFB-Angaben basiert die Studie einerseits auf Interviews mit Klubvertretern und Experten aus der Medien- und Sponsoringbranche. Andererseits fließen Marktforschungsergebnisse ein, in deren Mittelpunkt das Konsumverhalten und die Einstellung der deutschen Bevölkerung zum Frauenfußball stehen.

Hauptergebnisse der Studie

1. Zielgruppenpotenzial

Auf Basis der Marktforschung kommen DFB und Two Circles zum Schluss, dass in Deutschland 19 Millionen Fans ein besonders hohes Interesse und Bewusstsein für den Frauenfußball aufweisen.

2. Wachstumsmarkt

Der kommerzielle Wert der Frauen-Bundesliga kann in der Saison 2031/32 bei 130 Millionen Euro liegen. Die Summe setzt sich aus Sponsoring, Medienrechten, Spieltagen und sonstigen Erlösungen zusammen und basiert auf Schätzungen und einer Modellierung. Die 130 Millionen gelten für das High Case-Szenario, einer Bundesliga mit 16 Vereinen. Gegenwärtig setzt sich die Frauen-Bundesliga aus zwölf Klubs zusammen.

3. Zuschauerpotenzial

Im modellierten High-Case-Szenario kann die Frauen-Bundesliga in der Saison 2031/32 einen Zuschauerschnitt von 7.500 pro Partie erreichen.

4. TV-Reichweite

Für den High Case kann die Liga ihre durchschnittliche Live-Reichweite auf 750.000 TV-Zuschauer in der Saison 2031/32 verfünffachen. In der vergangenen Saison 2021/22 lag der Schnitt bei 150.000 Zuschauern.

5. Investments der Klubs

In den Interviews schätzen 33 Prozent der Vereine ihr Investment in den Frauenbereich in fünf Jahren als hoch ein. Aktuell liegt die Zahl bei 18 Prozent. Als oberste Priorität geben die Entscheidungsträger die Steigerung der Sichtbarkeit für die Frauenteams an.

Doris Fitschen, DFB-Gesamtkoordinatorin Frauen, kommentiert die Ergebnisse der Studie wie folgt:
"Investitionen [in den Frauenfußball] lohnen sich nicht nur, um gesellschaftspolitisch ein Statement zu setzen, sondern weil mittelfristig die wirtschaftlichen Potenziale absolut vorhanden sind."


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