2. Bundesliga

DFB äußert sich zur umstrittenen Elfer-Entscheidung in Hannover

Daniel Holfelder
St. Pauli-Trainer Timo Schultz
St. Pauli-Trainer Timo Schultz / Cathrin Mueller/GettyImages
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Bei der Partie Hannover 96 gegen den FC St. Pauli sorgte eine Elfmeterentscheidung für reichlich Diskussionen. Inzwischen hat sich auch der DFB geäußert.


"Wenn ich zu Hause sitze und die gegnerischen Trainer und Offiziellen schimpfen auf den Schiedsrichter, finde ich das gehört sich nicht, der Schiedsrichter ist Teil des Spiels. Dass er da heute nicht richtig gelegen hat und jetzt wieder irgendwo eine Diskussion entstehen wird... Ich weiß nicht, warum er sich den Stress antut. Keiner fordert Hand, keiner sieht Hand, außer er", kommentierte St. Pauli-Trainer Timo Schultz Schiedsrichter Felix Zwayers umstrittene Elfmeterentscheidung nach rund einer halben Stunde (zitiert via Kicker). Dem Hamburger Coach war sichtlich anzumerken, dass er die Entscheidung nicht nachvollziehen konnte, den Unparteiischen aber auch nicht an den Pranger stellen wollte.

Was war passiert?

Beim Stand von 1:0 für St. Pauli flankte Hannovers Sebastian Kerk in den Sechzehner, Pauli-Innenverteidiger Adam Dzwigala bekam die Kugel leicht an den angelegten Arm, eine aktive Bewegung zum Ball war nicht zu erkennen. Trotzdem zögerte Zwayer keine Sekunde, zeigte sofort auf den Punkt und wurde unverständlicherweise auch vom VAR nicht angehalten, die Szene noch einmal auf dem Monitor zu überprüfen. Eine klare Fehlentscheidung, die den Hamburgern womöglich die drei Punkte kostete. Flankengeber Kerk verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich, später erzielte 96-Verteidiger Köhn den 2:1-Führungstreffer, ehe St. Pauli durch einen Irvine-Kopfball in der Nachspielzeit noch zum späten Ausgleich kam. Johannes Eggestein hatte die Kiezkicker nach vier Minuten in Front gebracht.

Die Reaktion des DFB

Der DFB erklärte später über den Twitter-Account der DFB-Schiedsrichter: "Der grundsätzliche Ansatz bei einer Intervention des VAR ist, dem Schiedsrichter mit dem vorhandenen Bildmaterial Informationen zu liefern, die dessen Wahrnehmung zweifelsfrei widerlegen können. In dieser Situation waren die vorliegenden Kameraperspektiven nicht ausreichend dafür. Somit ist die Feldentscheidung zu akzeptieren."

St. Pauli wird mit dieser Erläuterung wenig anfangen können und sich stattdessen auf das kommende Auswärtsspiel in Kaiserslautern konzentrieren. Hannover will in Paderborn den ersten Saisonsieg einfahren.


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