DFB-Präsidentenamt: Wahlkampf zwischen Neuendorf und Peters!

Nikolas Pfannenmüller
Peter Peters wurde offiziell für das Amt des DFB-Präsidenten vorgeschlagen.
Peter Peters wurde offiziell für das Amt des DFB-Präsidenten vorgeschlagen. / Handout/GettyImages
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Wer Nachfolger des früheren DFB-Präsidenten Fritz Keller wird, bleibt weiterhin offen. Nach neuesten Erkenntnissen konnten sich die Landesverbände allerdings nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen. Bernd Neuendorf und Peter Peters wurden nun offiziell vorgeschlagen.


Infolge eines Machtkampfs trat Fritz Keller am 17. Mai 2021 von der DFB-Spitze zurück. Seitdem sind Peter Peters und Rainer Koch interimsweise als Co-DFB-Präsidenten tätig. Eine Dauerlösung ist das jedoch nicht, Eine Doppelspitze schließt die Präsidentenkonferenz aus. Am 11. März soll ein neuer, einzelner DFB-Präsident gewählt werden.

Neuendorf und Peters vorgeschlagen

Nach Informationen des kicker haben sich die 21 DFB-Landesverbände nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen können.

Stattdessen wurden vom westfälischen Fußball- und Leichtathletik-Verband (FLVW) zwei Kandidaten aufgestellt: Peter Peters, aktuell DFB-Interimspräsident und Noch-Aufsichtsratschef der DFL (Deutsche Fußball Liga), sowie Bernd Neuendorf, Präsident des Fußballverbands Mittelrhein, der seit längerem als Favorit auf den Posten gilt.

Es wird also nicht auf eine reibungslose Amtsübergabe hinauslaufen, sondern auf einen Wahlkampf bis zum Frühjahr 2022. Die Unterstützung von der DFL dürfte Peters sicher sein.

Bislang hat Peters verlauten lassen, dass er kandidieren werde, sollte er von einem Landesverband vorgeschlagen werden. Dieser Fall ist nun eingetreten. Wie er bereits angekündigt hat, will Peters darüber hinaus sein Amt bei der DFL noch in diesem Jahr abgeben.

Eigentlich sollte neuer DFB-Präsident aus dem Amateurlager kommen

Eigentlich hatten die Landes- und Regionalpräsidenten des DFB auf einer dreitägigen Klausurtagung im Oktober beschlossen, dass der kommende DFB-Präsident aus dem Amateurlager kommen sollte.

Peters hat schon in diversen Funktionen im Profifußball gearbeitet. Er war unter anderem stellvertretender Geschäftsführer beim 1. FC Kaiserslautern, Geschäftsführer und Finanzvorstand beim FC Schalke 04 und in führenden Positionen sowohl beim DFB als auch bei der DFL aktiv.

Peters will nicht als Vertreter des Profilagers betrachtet werden

Im Interview mit dem Deutschlandfunk erklärte Peters zuletzt seine Marschroute: "Man merkt sofort, dass das alles nur gelöst werden kann im Miteinander mit den Profis. Und deswegen bezeichne ich mich auch nicht als Vertreter von einem Lager, weil ich bin absolut dagegen, dass es zwei Lager gibt. Sondern es gibt einen Fußball: von der Spitze bis hinunter zur Kreisliga C2, sagte der 59-Jährige.

"Ich glaube, wir müssen den Verband enorm beruhigen. Die Zeit von Unruhen, vielleicht von den ein oder anderen Intrigen muss vorbei sein, das kann so aus meiner Sicht nicht mehr weitergehen", sagte Peters zudem im erwähnten Interview.

Man müsse den "Fußball" und "Werte" wieder in den Mittelpunkt stellen. "Weil Fußball bedeutet ja tatsächlich, dass wir die Einheit zwischen dem Breitensport, der Nachwuchsförderung und den Spitzensport wieder wiederherstellen", betonte Peters.

Demnächst werden Neuendorf und Peters auch ihre Teams bekanntgeben, die mit ihnen faktisch zur Wahl stehen.

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