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Werder Bremen

DFB-Pokal-Halbfinale: Die voraussichtliche Werder-Startelf gegen RB Leipzig

Philipp Geiger
Will mit seiner Mannschaft am Freitagabend etwas Außergewöhnliches schaffen: Florian Kohfeldt
Will mit seiner Mannschaft am Freitagabend etwas Außergewöhnliches schaffen: Florian Kohfeldt / Martin Rose/Getty Images
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Werder Bremen kämpft am Freitagabend (Anpfiff um 20:30 Uhr) im eigenen Stadion um den Einzug ins DFB-Pokal-Finale. Gegen RB Leipzig sind die Grün-Weißen, die in der Bundesliga die letzten sieben Partien allesamt verloren haben, klarer Außenseiter. Für den zuletzt stark in die Kritik geratenen Florian Kohfeldt geht es im Halbfinale wohl auch um seinen Trainerjob. Sollten die Bremer erneut eine enttäuschende Vorstellung abliefern, könnten die Tage des 38-Jährigen endgültig gezählt sein.


Auf dem Pressetalk am Donnerstagnachmittag räumte der Werder-Coach ein, dass die letzten Tage alles andere als gewöhnlich waren. Mit Sportchef Frank Baumann habe es bereits auf der Rückfahrt nach der 1:3-Pleite in Berlin ein Gespräch gegeben, erklärte Kohfeldt. "Am Sonntag gab es ein konstruktives Gespräch mit der Geschäftsleitung, am Montag habe ich dann die Entscheidung mitgeteilt bekommen", so der Übungsleiter.

"Wir trauen Florian zu, diese schwierige Situation zu meistern. Das wir etwas verändern müssen, da waren wir uns alle einig", betonte Baumann, der von der Mannschaft eine entsprechende Reaktion erwartet. Eine Jobgarantie wollte der Funktionär seinem Trainer, der unter der Woche viele Einzelgespräche mit seinen Spielern geführt hat, allerdings nicht aussprechen.

"Ich habe nicht das Gefühl, dass das Team am Trainer, der vor ihnen steht, zweifelt."

Florian Kohfeldt

"Nach turbulenten Tagen für den Verein, das Team und für mich ist eine gesunde Anspannung da", sagte Kohfeldt, der weiterhin das Vertrauen seiner Mannschaft spürt. "Ich habe nicht das Gefühl, dass das Team am Trainer, der vor ihnen steht, zweifelt", betonte der Übungsleiter. "Wir müssen mit einem freien Kopf in das Spiel gehen." Anders als in der Liga könne man im Pokal befreit aufspielen. "Wir wissen, was uns erwartet, daher muss jeder einzelne Spieler alles auf den Platz bringen, was er in sich hat", forderte der 38-Jährige. "Mit Bereitschaft und Energie wollen wir in diesem Spiel etwas Außergewöhnliches schaffen."

Verzichten muss Kohfeldt am Freitagabend auf Marco Friedl, der aufgrund einer Prellung des Beckenkammes zuschauen muss. Neben dem Verteidiger fallen auch Ersatztorhüter Luca Plogmann (Patellasehnenriss) und Nick Woltemade (Außenbandanriss) aus. Die zuletzt angeschlagenen bzw. verletzten Milos Veljkovic (Nasenbeinbruch, spielt mit Maske), Niclas Füllkrug (Zehenbruch), Ömer Toprak (Wadenverletzung) und Leonardo Bittencourt (Kapselverletzung) sind voraussichtlich einsatzbereit.

Marco Friedl
Verpasst das Pokalhalbfinale: Marco Friedl / Daniel Kopatsch/Getty Images

Am Freitagabend wird Kohfeldt wohl auf ein kompaktes 3-5-2-System setzen. Konzentriert verteidigen und nach Ballgewinn mit schnellen Kontern Torchancen kreieren - so dürfte gegen RB Leipzig der Matchplan der Bremer aussehen. Für dieses Vorhaben bieten sich in der Offensive Milot Rashica und Josh Sargent an. Füllkrug wird nach seiner Verletzung wohl eher die Rolle des Jokers übernehmen.

Im zentralen Mittelfeld könnte Kohfeldt Christian Groß, Kevin Möhwald und Maximilian Eggestein aufbieten, wobei Groß den etwas defensiveren Part übernimmt. Die beiden Außenbahnen sind für Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson reserviert. Durch den Ausfall von Friedl behält Niklas Moisander seinen Platz in der Startelf und bildet zusammen mit Toprak und Veljkovic die Dreierkette vor Jiri Pavlenka.

Die voraussichtliche Werder-Aufstellung gegen RB Leipzig im Überblick:

So könnte Werder gegen Leipzig beginnen
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