DFB-Frauen

Frauen-EM: Voss-Tecklenburg plant Popp fürs Sturmzentrum ein

Daniel Holfelder
Alexandra Popp
Alexandra Popp / Christof Koepsel/GettyImages
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Gegen Portugal feierte Kapitänin Alexandra Popp ein emotionales Comeback in der Nationalmannschaft. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat bei der EM im Sommer einen besonderen Plan mit der 31-Jährigen.


"Man sieht mich selten weinen, aber in dem Moment sind tatsächlich die Tränen gekullert", gab Popp nach dem Spiel gegen die Portugiesinnen Einblick in ihre Gefühlswelt. Die Wolfsburgerin hatte zuvor fast ein Jahr wegen einer Knieverletzung gefehlt.

Als sie nach knapp einer Stunde den Platz betreten durfte, überreichte ihr Svenja Huth sofort die Kapitänsbinde. "Zur Einwechslung war ich noch recht entspannt, als ich dann allerdings Svenni gesehen habe, die mir die Kapitänsbinde überreicht hat, damit habe ich gar nicht gerechnet. Dass sie mir diesen Moment geschenkt hat, ist eine Ehre für mich", erklärte Popp auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Popp ist für die EM als Sturmspitze eingeplant

Etwas überraschend verriet die ehemalige Duisburgerin auch, dass sie bei Bundestrainerin Voss-Tecklenburg im Sturmzentrum agieren soll. "Martina hat den Plan, dass ich bei der EM in der Spitze agieren soll, um meine Wucht ins Spiel zu bringen."

Die Ankündigung verwundert ein wenig. Seit Popp wieder auf dem Platz steht, wurde sie beim VfL stets im Mittelfeld, meist in einer eher defensiven Rolle, eingesetzt. Auch gegen Portugal agierte die Linksfüßerin im linken Halbfeld.

Auf den zweiten Blick leuchtet die Idee von Voss-Tecklenburg aber durchaus ein. Zwar stehen mit Tabea Waßmuth, Lea Schüller und Laura Freigang bereits drei Angreiferinnen im Aufgebot. Allerdings fehlt es den drei Akteurinnen an genau der physischen Präsenz, die zu Popps absoluten Stärken zählt.

Möglicherweise probiert die Bundestrainerin die Variante mit Popp auf der Neun schon am Dienstag gegen Serbien (ab 16 Uhr, live im ZDF) aus. Mit einem Sieg kann sich die DFB-Auswahl frühzeitig für die WM 2023 in Australien und Neuseeland qualifizieren.


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